Jugendhilfeausschuss entscheidet Spielplatz an Locher Wiesen und Pumptrack-Anlage sollen kommen

Langenfeld · Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses wendeten sich damit gegen die Überlegungen der Verwaltung, die Pumptrack-Anlage auf Eis zu legen.

Pumptracks sind bei Jugendlichen und Erwachsenen beliebt. Archivfoto: Mark Schütz

Pumptracks sind bei Jugendlichen und Erwachsenen beliebt. Archivfoto: Mark Schütz

Foto: Marc Schütz

Der Jugendhilfeausschuss hat die Planungen für die neue Spielfläche an den Locher Wiesen einstimmig empfohlen. Die Variante zwei mit einer Fläche von 450 Quadratmetern fand im Ausschuss Zustimmung. Die Kosten betragen rund 140.000 Euro. Der Spielplatz am Neubaugebiet Locher Wiesen in Reusrath erhält demnach neben Sandkasten, Kombischaukel mit Netz und Korbschaukel, 2-fach Wippe, Balancierparcours eine Kleinkinderspielkombination sowie drei Federwipptiere und ein Spielhaus. Eine Ruhebank rundet das Ensemble ab.

Während der Sitzung wählten die Mitglieder Dirk Niemeyer (Bündnis90/Grüne) einstimmig zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden. Er folgt auf Elke Hirsch-Biermann (Bündnis90/Die Grünen). Ebenfalls einstimmig erfolgte die Abstimmung über neue Bäume in den Langenfelder Kindertagesstätten. Dort sollen zur Beschattung zusätzliche Bäume gepflanzt werden, die auch den künftigen Klimaanforderungen gerecht werden. Die neuen Pflanzen, Walnussbäume, Roter Spitzahorn und Winterlinden mit einem Umfang zwischen 45 und 40 Zentimetern und einer Höhe von rund fünf Metern, sollen zeitnah in die Erde gebracht werden. Insgesamt stehen dafür 20.000 Euro zur Verfügung. Die rund 20 Bäume pflanzt der städtische Betriebshof.

Einstimmig erfolgte im Ausschuss auch die Festlegung des Standortes für die geplante Pumptrack-Anlage: Sie soll am Standort Theodor-Heuss-Straße entstehen, den der Jugendhilfeausschuss frühzeitig präferiert hat. Der Planungs-, Umwelt- und Klimaausschuss hatte sich für den Bau der Sportanlage im Freizeitpark ausgesprochen. „Es ist gut, dass wir als zuständiger Ausschuss heute entscheiden“, erklärte Mark Schimmelpfennig (SPD). Das einstimmige Votum sei ein starkes Zeichen, sich gegen Kürzungen im Jugendbereich zu stellen. Während der Einbringung des Haushaltes 2023 hatte die Verwaltung Kürzungsvorschläge gemacht. Darunter fielen auch eingestellte Planungskosten für den Bau einer Pumptrack-Anlage. Im Rahmen der Haushaltsberatungen wird am Ende der Rat über die Zukunft der Pumptrack-Anlage entscheiden, ob und wann sie gebaut wird. 

Die Verwaltung informierte die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses, dass aus dem Programm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ mit rund 15.000 Euro nur noch ein kleiner Teil der rund 207.000 Euro zur Verfügung stehe. In die rund 50 abgeschlossenen Projekte seien knapp 100.000 Euro geflossen, erläutert die Verwaltung. Die Gesamtsumme der laufenden/beantragten knapp 30 Projekte betrage circa 77.000 Euro. Der Förderzeitraum erstrecke sich noch bis Ende des Jahres.

Gefördert werden Angebote und Projekte für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 27 Jahren. Voraussetzung ist, dass sie der Jugendförderung dienen und den Jugendlichen Entwicklungsmöglichkeiten bieten, die während der Pandemie nicht durchführbar waren. Dazu zählen Sportangebote genauso wie Bildungsreisen oder Ausflüge. Auch Weiterbildungsangebote, Teambildungstrainings oder Kunst-, Kultur- und Sportprojekte zählen zu den förderungswürdigen Angeboten.

Anträge auf die Restmittel können öffentliche und anerkannte freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe stellen. Auch Jugendgemeinschaften aus Vereinen können Mittel beantragen, wenn sie mit der Stadt abgesprochen und vereinbart sind.

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