Langenfeld Orthomol lagert Logistik nach Leverkusen aus

Langenfeld · Im sogenannten Innovationspark Leverkusen hat das Langenfelder Unternehmen 43.000 Quadratmeter Fläche für die Erweiterung seiner Logistik erworben. Dort soll auch Raum für Zukunft-Projekte, wie Start-ups, sein. Die Produktion soll weiter in Langenfeld wachsen.

Orthomol-Chef Nils Glagau.

Orthomol-Chef Nils Glagau.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Seit über 30 Jahren ist das Familienunternehmen Orthomol nunmehr an seinem Gründungsstandort im Industriegebiet am Fuhrkamp ansässig. Bereits seit längerem sucht es ein geeignetes Grundstück für ein eigenes Logistikzentrum. Die Wahl fiel jetzt auf den Innovationspark in Leverkusen, wo dem Unternehmen künftig mehr als 43.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen.

„An der Elisabeth-Selbert-Straße haben wir in den letzten Jahren vor allem den Bereich Produktion ausgebaut. Jedoch fehlt schon länger nötiger Raum für eine entsprechende Erweiterung der Logistik – und weitere Zukunftsprojekte, an denen wir arbeiten“, erklärt Inhaber Nils Glagau. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt Langenfeld habe Orthomol intensiv nach Möglichkeiten gesucht, innerhalb der Stadtgrenzen weiter zu wachsen. Keine der aufgezeigten Optionen habe aber zu den individuellen Anforderungen des Unternehmens, etwa an die Grundstücksgröße gepasst. „Die größte zusammenhängende Fläche, die wir bieten konnten, maß etwa 17.500 Quadratmeter in Reusrath Nord-West, an der Robert-Koch-Straße“, erklärt Wirtschaftsförderer Thomas Zacharias. Man habe bei dem Flächenangebot auch von der eigentliche Prämisse abgesehen, die wenig verfügbaren Gewerbeflächen nicht an flächenintensive Logistikunternehmen zu vergeben. Weil Orthomol die Absicht hegte, dort auch andere Tätigkeitsbereiche unter zu bringen. Auf Rückfrage bei Orthomol heißt es, dass das fragliche Grundstück Orthomol nicht in Gänze angeboten worden sei und deshalb für die Pläne zu klein bemessen gewesen sei.

Deshalb haben sich Inhaber Nils Glaugau und Geschäftsführer Dr. Michael Schmidt auch in den Nachbarstädten nach Flächen umgesehen, wobei Leverkusen mit dem niedrigsten Gewerbesteuersatz in NRW wirbt. „Wir freuen uns sehr, dass wir im Innovationspark Leverkusen an der Marie-Curie-Straße ein Grundstück erwerben konnten, das sogar weit über unsere aktuellen Bedürfnisse hinaus Möglichkeiten für Expansion bietet“, erklärt Schmidt. Dort sollen nämlich nicht nur Versand, Lager und Co. untergebracht werden. „Wir schaffen hier Raum für die Orthomol-Zukunft“, erklärt Glagau. „Wir wollen einen Campus kreieren, der viel Grün und Orte für Innovationen und Begegnung schafft – für Start-ups, unsere Mitarbeiter, junge Menschen, Partner aus unserem Netzwerk.“ Der Fokus liege aber zunächst auf der nötigen Logistik-Erweiterung. Aktuell seien zudem noch bestehende Mieter auf dem Grundstück. Auch sei der Campus für Zukunftsprojekte in so einem frühen Stadium der Überlegungen, dass man dazu noch keine Details weitergeben können, erklärt Sprecherin Kristina Streuff auf Anfrage. Ein Schwerpunkt für die Ansiedlung weiterer Unternehmen wie beim Creative Campus in Monheim sei aber nicht vorgesehen.

Dem Standort Langenfeld wolle Orthomol natürlich weiterhin treubleiben, versichert Schmidt und betont die jederzeit gute Zusammenarbeit, etwa bei den Bauprojekten: „Wir sind sehr dankbar, dass unser Wachstum hier am Standort in der Elisabeth-Selbert-Straße so reibungslos vorangehen kann.“ Im Frühjahr werde eine neue Brücke zwischen den Gebäuden der Nummer 12 und 21 die beiden Orthomol-Standorte verbinden, damit könnten die Prozesse im Technischen Betrieb weiter optimiert werden. Das Bekenntnis zum Standort Langenfeld versöhnt auch Wirtschaftsförderer Zacharias mit dem zweiten Standbein in Leverkusen.

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