Erste Aktion in Langenfeld Omas gegen Rechts setzen Zeichen für Menschenrechte

LANGENFELD · Die Initiative „Omas gegen Rechts“ setzt sich seit 2018 deutschlandweit gegen Antisemitismus, Rassismus und Frauenfeindlichkeit ein. Jetzt hat die seit März 2019 auch im Kreis Mettmann aktive Gruppe erstmals in Langenfeld ein Zeichen gesetzt.

 Die „Omas gegen Rechts“ haben in Langenfeld mit Plakaten an der Plastik „Stadtzeichen“ von Otto Herbert Hajek auf die  Menschenrechte aufmerksam gemacht.

Die „Omas gegen Rechts“ haben in Langenfeld mit Plakaten an der Plastik „Stadtzeichen“ von Otto Herbert Hajek auf die  Menschenrechte aufmerksam gemacht.

Foto: Omas gegen Rechts

Anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember machten die Omas jetzt mit Plakaten auf die 30 Artikel der Menschenrechte aufmerksam. Wie das Bild zeigt, hefteten sie die Schlagworte in der Fußgängerzone an den Sockel der Skulptur „Stadtzeichen“ von Otto Herbert Hajek.

Da die Omas nach Angaben ihres Mitglieds Dorothee John-Wickel „aktuell coronabedingt eher in Kleinstgruppen unterwegs sind“, habe es zeitgleich ähnliche Aktionen in Erkrath und Hilden gegeben. „Auch nach über 70 Jahren sind die Artikel der Menschenrechte unglaublich wichtig“, sagt Oma Martina, die Langenfelder Initiatorin der Aktion. Sie seien die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden. „Die Mitgliedstaaten haben sich in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen verpflichtet, auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte hinzuwirken.“

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.„Schon dieser erste Artikel bedeutet so viel“, meint Oma Veronika. „Darin liegt die Basis für Gleichberechtigung und Chancengleichheit. Rassismus und Diskriminierung werden somit ausgeschlossen.“ Doch werden, ergänzt Oma Dorothee, die Menschenrechte eben nicht immer eingehalten. Das belegten regelmäßig Studien.

Kürzlich zeichnete der Zentralrat der Juden die Omas gegen Rechts mit dem Paul-Spiegel Preis für Zivilcourage aus. Kontakt zur Regionalgruppe Kreis Mettmann ist per Mail unter omasgegenrechts.me@gmail.com möglich.

(mei)