Langenfeld: Neue Flutmulde schützt Wohngebiet vor Überschwemmung

Langenfeld: Neue Flutmulde schützt Wohngebiet vor Überschwemmung

Eine so genannte Flutmulde am Kaisersbusch ist nach Angaben von Bürgermeister Frank Schneider jetzt fertig.

Nach der Überschwemmung von Kellern, Garagen und auch Wohnräumen beim Starkregen im vergangenen Mai und Juni soll das Viertel besser geschützt werden. Bevor Gladbach und Immigrather Bach zusammenfließen, hatten Bagger auf einer großen Wiese eine tiefe Mulde ausgehoben, in der sich bei neuerlichem Starkregen das über die Ufer tretende Wasser der Bäche sammeln soll. „Das Gelände gehört der Stadt und war an einen Landwirt verpachtet“, sagte Schneider. Doch hätten die benötigten Retentionsflächen Vorrang.

Nach Angaben des städtischen Chefplaners Ulrich Beul sollen sich bis zu 6000 Kubikmeter Wasser in diesem vertieften Gelände ausbreiten können und teils im Boden versickern. Für dieses Provisorium wurde kein Becken betoniert. Die ausgeschachtete Erdmulde könne gegebenenfalls später wieder zugeschüttet werden, so Beul, „sollte sich beim Hochwasser-Rückhaltungskonzept für Langenfeld ergeben, dass sie nicht mehr erforderlich ist“. Vorerst ergänze die Flutmulde das benachbarte Regenrückhaltebecken. Mehr als 150.000 Euro hatte der Stadtrat im September für dieses Projekt in einer Dringlichkeitsentscheidung bereitgestellt. Die Zeit dränge, betonte Schneider seinerzeit mit Blick auf einen weiteren starken Regen vom 29. August. Obwohl dieser mit 20 Litern pro Quadratmeter deutlich geringer war als die eingangs genannten Niederschläge mit mehr als 100 Litern seien beide Bäche erneut bedrohlich angestiegen. Anwohnern zufolge ist in beiden Bächen seit dem Ausbau der Autobahn A542 der Wasserstand nach Regen höher als früher.

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