Langenfeld: Nach Karneval kommt an der Solinger Straße die nächste Großbaustelle

Langenfeld : Nach Karneval startet Großbaustelle

Die marode Solinger Straße wird zwischen Rathaus und Fußgängerzone im nächsten Jahr umgestaltet.

Gut ein Jahr hat es gedauert, die Solinger Straße zwischen Rathaus und Bahnunterführung umzugestalten. Seit wenigen Wochen haben die Autofahrer und Radler dort in beiden Richtungen freie Fahrt. Doch jetzt müssen sie sich auf die nächste innerstädtische Großbaustelle einstellen. Gleich um die Ecke wird nach Angaben des städtischen Chefplaners Ulrich Beul in Kürze die Solinger Straße zwischen Rathaus und Fußgängerzone umgestaltet. „Wir wollen gleich nach Karneval anfangen“, kündigt Verkehrsplaner Franz Frank an. „Mit den Karnevalisten ist abgesprochen, dass der Zug noch seinen normalen Weg nehmen kann und die Arbeiten erst danach starten.“

Auch auf diesem 200 Meter langen Abschnitt mit einer von Löchern und Rissen durchzogenen Fahrbahn verschwinden die Bordsteine und bekommen Fußgänger auf einer ebenerdigen Verkehrsfläche mehr Platz. Zudem hatten die Stadtpolitiker für diesen 200 Meter langen Abschnitt Leuchtstelen, Stahlbänke, Fahrradständer und andere Gestaltungsdetails beschlossen.

Frank rechnet ab März mit einer Bauzeit von sechs bis sieben Monaten. „Wir wollen wie schon im vergangenen Jahr die Arbeiten bei laufendem Verkehr durchziehen – also ohne Vollsperrung.“ Allerdings wird es nach Franks Angaben vorübergehend eine Einbahnregelung vom Rathaus in Richtung Fußgängerzone geben. „So hatte es ja auch beim Umbau des deutlich stärker befahrenen Abschnitts der Solinger Straße bis zur Bahnunterführung im vergangenen Jahr gut geklappt.“

Der dringende Handlungsbedarf ist von allen Seiten unbestritten: Radfahrer und Fußgänger kommen sich dort auf dem allzu schmalen Bürgersteig ins Gehege, daneben rumpeln Autos über eine unzulänglich geflickte Fahrbahn. Im Vergleich zur Fußgängerzone und zur verkehrsberuhigten Hauptstraße fällt die Solinger Straße auf dieser Hauptachse durch die City qualitativ ab.

Das Aachener Ingenieurbüro BSV hatte die Umgestaltung geplant. Die heutigen Querparkplätze werden komplett wegfallen, da Tiefgaragen und Parkplätze nicht weit entfernt sind. Lediglich ein Kurzzeit-Parkplatz nahe der Apotheke für Notfälle bleibt erhalten. Die Bodenplatten entsprechen denen, die in diesem Jahr auf dem Abschnitt bis zur Bahnunterführung verlegt wurden.

Eine zunächst von Bürgermeister Frank Schneider erwogene Verlängerung der Fußgängerzone bis hin zum Rathaus war letztes Jahr verworfen worden. Laut Verkehrsplaner Frank ist sie wegen der notwendigen Erreichbarkeit der Parkhäuser in der Innenstadt nicht möglich. Nach einer Zählung fahren täglich etwa 8000 Autos auf diesem Teilstück. Eine Verlängerung der Fußgängerzone würde das nahe Wohnviertel unzumutbar belasten, hieß es in der damaligen Diskussion.

Insgesamt rund 1,4 Millionen Euro sind im Langenfelder Haushalt für den Ausbau dieses bislang vernachlässigten Abschnitts veranschlagt. Säulenförmige Straßenlaternen sollen asymmetrisch Gebäude und Boden beleuchten. Zudem bekommen sie allesamt Sendetechnik, um den drahtlosen Internetempfang (W-Lan) in der City zu verbessern. Stählerne Bänke mit und ohne Rückenlehnen werden Beul zufolge nicht fest einbetoniert, sondern im Boden verankert. „So lassen sie sich etwa bei Großveranstaltungen entfernen, bei denen sie sonst im Wege stehen würden.“ Bei den Fahrradständern entschieden sich Planer und Politiker für das bügelförmige Modell, das in der City bereits vor der Kirche St. Josef zu finden ist.

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