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Langenfeld: Mutter und drei Töchter sind isoliert

Sozialausschuss : Mutter und drei Töchter sind isoliert

Bisher hat sich Corona in den Flüchtlingsunterkünften nur minimal ausgebreitet. Auch im Frühjahr und im August hatte es Fälle von Infektionen gegeben, informierte die Verwaltung.

Die Corona-Krise mache sich in allen Bereichen der Integration bemerkbar. Auch die Flüchtlinge blieben von Krankheitsfällen nicht verschont. „Aktuell sind eine Mutter und ihre drei Töchtern positiv getestet worden“, berichtete die Beigeordnete Marion Prell am Mittwoch im Sozialausschuss. .Alle drei sind in der Unterkunft an der Theodor-Heuss-Straße 103 isoliert untergebracht. Die zu Beginn der Krise leer stehende Unterkunft sei sofort für die Trennung von an Corona erkrankten Bewohnern sowie deren Kontaktpersonen genutzt worden. So habe die Verbreitung der Krankheit innerhalb der Unterkünfte bisher minimiert werden können. Auch im Frühjahr und im August hatte es Fälle von Infektionen gegeben, informierte die Verwaltung.

Mit dem Stand vom 6. November leben 430 Flüchtlinge in den städtischen Unterkünften. Die Zahl der Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern ist seit dem vergangenen Jahr von 85 auf jetzt 67 Personen gesunken. Geringfügig erhöht hat sich die Zahl der Geduldeten, deren Anzahl von 137 auf 138 gestiegen ist. In den Übergangwohnheimen leben 85 Flüchtlinge, die ihre Anerkennung erhalten haben.

Der überwiegende Teil der Geflüchteten stammt aus dem Irak, Nigeria und dem Iran. Der Anteil der Männer liegt bei rund 60,5 Prozent. Die meisten Flüchtlinge (189) sind zwischen 25 und 45 Jahre alt. 138 sind unter 18 Jahren. Im Augenblick stelle sich die Situation bei der Unterbringung entpannt dar, hieß es. Freie Kapazitäten seien noch in jeder Unterkunft vorhanden. Über die weitere Nutzung der Häuser Albert-Einstein-Straße 27 und 29 stünden demnächst Verhandlungen mit dem Landschaftsverband (LVR) an.

Um die Flüchtlinge in den Unterkünften kümmern sich fünf Hausmeister, drei Mitarbeiter im Innendienst und mehrere Honorarkräfte. Zwei Mitarbeiter, die sich eine Vollzeitstelle teilen, sind für die Betreuung von sechs unbegleiteten Minderjährigen zuständig. Das Integrationsbüro ist mit zwei Vollzeitstellen besetzt, eine arabisch sprechende Honorarkraft unterstützt. Angegliedert an das Integrationsbüro sind drei städtische „Kümmerer“.  Ihre Stellen waren auf zwei Jahre befristet. Weil diese „hervorragende Arbeit“ geleistet hätten, sprachen sich die Politiker im Sozialausschuss nun dafür aus, die Stellen in eine reguläre Beschäftigung zu überführen.