Pflegende Angehörige : Kuren für pflegende Angehörige

Wer eine nahestehende Person pflegt, hatte schon vor Beginn der Corona-Pandemie einen anstrengenden Alltag. Durch den Wegfall vieler Unterstützungsangebote hat sich die Situation verschärft.

(RP) Wer eine nahestehende Person pflegt, hatte schon vor Beginn der Corona-Pandemie einen anstrengenden Alltag. Durch den Wegfall der Tagespflege und anderer Unterstützungsangebote hat sich die Situation der pflegenden Angehörigen weiter verschärft. Im Rahmen eines Projektes des Land NRW „Zeit und Erholung für pflegende Angehörige“ wurden Mitarbeiterinnen des Caritasverbandes für den Kreis Mettmann speziell für die Kurberatung pflegender Angehöriger ausgebildet. Pflegebedürftige Menschen benötigen häufig Tag und Nacht Unterstützung, so dass Pflegende oft an Schlafmangel, Schmerzen, Unruhe bis hin zu depressiven Verstimmungen leiden oder sich einfach ausgebrannt und erschöpft fühlen. Wer eine Kur beantragen möchte, sollte Kontakt mit einer Kurberatungsstelle aufnehmen. Anspruch auf eine Kur haben pflegende Angehörige, die gesetzlich krankenversichert sind und eine Person mit offiziell anerkanntem Pflegegrad 2 seit mindestens sechs Monaten pflegen. Der Antrag für eine stationäre Vorsorge- oder Reha-Maßnahme wird mit der Kurberaterin ausgefüllt. Eine Verordnung vom Hausarzt muss die Erschöpfungssymptome im Zusammenhang mit der Pflege belegen. Nähere Informationen zu den Kuren für pflegende Angehörige gibt es telefonisch bei den Kurberatungsstellen der Caritas Mettmann 02104/83 26 860 oder Velbert unter 02051/41 90 40.