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Langenfeld/Monheim Wochenkolumne: Aha-Erlebnis im Risikogebiet

Zugabe Unser Senf zum Wochenende : Aha-Erlebnis im Risikogebiet

Seit das Coronavirus im Frühjahr auch in unsere Region gelangt ist, sind acht Langenfelder und fünf Monheimer Infizierte gestorben.

Wie aus der am Freitag vom Kreisgesundheitsamt vorgelegten Corona-Statistik außerdem hervorgeht, zählt Langenfeld aktuell 41 Infizierte und 270 Genesene, in Monheim sind es 35 Infizierte und 224 Genesene. Und nach dem jüngsten Schub an Neuinfektionen ist der Kreis Mettmann mit seinen zehn Städten gar zum Corona-Risikogebiet geworden. Der maßgebliche Inzidenzwert (Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner) ist binnen einer Woche von 27,6 über die kritischen 35er- und 50er-Grenzen hinweg auf 70,2 geschnellt.

Die in diesem Seuchenjahr geltende Aha-Faustregel ist ebenso einleuchtend wie leicht verständlich: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen! Ob aus Leichtsinn oder leugnerischer Rücksichtslosigkeit: Die auf menschlicher Vernunft basierende Aha-Faustregel wurde mehrfach missachtet. Die zwangsläufige Folge: Wie andernorts bestimmen seit Mitte der Woche im Risikogebiet nun verschärfte Bestimmungen den Alltag von Unvernünftigen und Vernünftigen gleichermaßen. Bis die neuen Bund-Land-Regelungen die Rathäuser erreichen, gilt für Langenfelder und Monheimer die Allgemeinverfügung des Kreises. Dazu gehören für die Gastronomie Sperrstunden von Mitternacht bis 6 Uhr, maximal fünf Personen bei Treffen im öffentlichen Raum/Gastronomie, Maskenpflicht auf dem gesamten Wochenmarkt-Gelände und vieles mehr. Verbunden mit verschärften Kontrollen ist  das dann hoffentlich für bislang Unvernünftige wenigstens ein Aha-Erlebnis.

(mei)