Langenfeld Monheim Tipps fürs Wochenende

Familie und Freizeit : Von wegen trüb! So wird das Wochenende bunt

Novembergrau? Nicht im heimischen Veranstaltungskalender. Freitag, Samstag und Sonntag können kommen.

LANGENFELD In der Posthorn-Stadt gibt es zum Wochenend-Auftakt einen heimatkundlichen Vortrag. „Langenfeld Gestern und Heute – Et wor wie et wor“, heißt es bei Ehrenbürger Manfred Stuckmann. In seinem Mundart-Vortrag erzählt der 80-Jährige Geschichten aus dem alten Langenfeld. Stuckmann betreibt die Stadtgeschichte Langenfelds nicht nur als leidenschaftliches Hobby. Er hat sich vielmehr jahrzehntelang in das Vereinswesen, Brauchtum, in die Stadtpolitik (unter anderem als ehemaliger Vizebürgermeister) und Heimatkultur aktiv eingebracht und ist inzwischen selbst ein Teil davon. Er meint: „Leider wird heute wenig Wert auf die Vergangenheit gelegt. Dabei ist es doch sehr wichtig zu wissen, wo man herkommt. Und da gehören historische Bauwerke dazu. Bei meinen Verzällchentouren erzähle ich hierüber Geschichten, die auch Teilnehmern, die schon ewig in Langenfeld wohnen, oft nicht bekannt sind.“ Beginn im Schützenheim an der Lindberghstraße 70 ist um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Bereits ab 17 Uhr liest Ingeborg Semmelroth aus „Ludwig van Beethoven – Ich höre keine Worte mehr, ich höre nur noch Töne…“ Die Literatur-Auslese zum Feierabend ist in der Stadtbibliothek, Hauptstraße 131. Der Eintritt kostet 4 Euro. In dem Buch geht es um ein böses Familienerbe: Trunksucht bei Großmutter und Vater; Schwindsucht bei Mutter und Bruder; ein Genie, aber kein Titan; der Pockennarbige geliebt von vielen Frauen; Syphilis, die

Manfred Stuckmann erzählt Mundart-Geschichten. Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Ursache aller Krankheiten?; taub mit 25 Jahren; fast jedes Jahr ein anderer Arzt; Heilversuche durch Magnetismus und Punscheis; von Kurbad zu Kurbad; das erschütternde Ergebnis der Leichensektion.

Ebenfalls am Freitag veranstaltet die Bürgerstiftung St. Josef einen kulinarischen Filmabend. Ab 19.30 Uhr läuft im Pfarrsaal St. Josef, Josefstraße, auf einer großen Leinwand „Verstehen Sie die Béliers“. Die unterhaltsame, hintergründige Komödie beleuchtet die Familie und das Loslassen der Kinder, hinterfragt aber auch Klischees. Vor und während des Films wird Wein aus dem Eine-Welt-Laden angeboten, dazu das klassische Baguette und Knabbereien. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten des katholischen Jugendheims sind willkommen.

Tim Becker lässt bei der Spaßabende-Revue am Freitag in der  Langenfelder Stadthalle die Puppen tanzen. Foto: RP/Veranstalter

Am Freitag ist auch die Eröffnungsrevue der Spaßabende. Ab 20 Uhr treten in der Stadthalle, Hauptstraße 129, unter Moderation von Onkel Fisch auf: Pe Werner, Andrea Volk, Nikita Miller und Tim Becker. Karten für 22 und 25 Euro (VVK/AK) gibt es unter schauplatz.de.

Zum Langenfelder Frankreich-Jahr gestaltet die städtische Musikschule am Sonntag einen „französischen Nachmittag“. Die Veranstaltung ist von 15 bis 17 Uhr im Kulturzentrum, Hauptstraße 133. Im Zentrum steht die Märchenaufführung Der gestiefelte Kater von 16.30 bis 17 Uhr, vorher gibt es zur Einstimmung von 15 bis 15.30 Uhr ein Konzert mit französischen Werken, dargeboten von Lehrern und Schülern der Musikschule. Zwischen den beiden Aufführungen können interessierte Kinder und Erwachsene zwischen 15.30 und 16.30 Uhr Instrumente selbst ausprobieren und sich von den Fachlehrern in den Bereichen Blockflöte, Querflöte, Gitarre und Klavier sowie über Erwachsenen-Angebote beraten lassen.

Gitarristin Tibo Lam ist ein Gewächs der Monheimer Musikschule. Foto: RP/Veranstalter

Am Sonntag, 18 Uhr, führt der Kirchenchor an St. Martin Richrath zusammen mit dem Chor „el cielo“, St. Maria Rosenkranzkönigin, in der Richrather Kirche, Kaiserstraße, unter Leitung von Peter Gierling das Oratorium Die Schöpfung von Joseph Haydn für Chor, Solisten und großes Orchester auf. In der gleichen Besetzung gibt es bereits um 15.30 Uhr Haydns Schöpfung für Kinder, eine kindgerechte Zusammenfassung des Werks. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird die Ausstellung der Bilder aus dem Malwettbewerb „Schöpfung“ der Langenfelder Grundschulen eröffnet und die Preisverleihung vorgenommen. Der Eintritt für das Kinderkonzert ist frei, die Karten für das Konzert um 18 Uhr kosten 15 Euro und sind bei den Chormitgliedern, in der Bücherei an St. Martin, Hans-Litterscheid-Platz, sowie unter Telefon 02173 70202 erhältlich. Die Konzerte werden finanziell gefördert von der Bürgerstiftung der Sparkasse und durch das Kulturbüro der Stadt Langenfeld.

MONHEIM Auch im Saal der Monheimer Musikschule am Berliner Ring 9 findet ein Konzert statt: am Freitag ab 18 Uhr. Teilnehmer des Begabtenförderprogramms der Musikschule stellen sich in der Reihe Talentspirale der Öffentlichkeit vor. Der Eintritt ist frei. Dreimal jährlich veranstaltet die Musikschule die Talentspirale. Es erstaunt immer wieder, welch hohes Niveau schon sehr junge Musiker aus Monheim auf ihrem Instrument erreichen. Bei der Talentspirale kommen Werke aus drei Jahrhunderten für Violine, Klarinette, Querflöte, Oboe, Blockflöte, Mandoline, Gitarre und Klavier zu Gehör. Viele der jungen Künstler, die bei diesem Konzert mitwirken, bereiten sich mit großem Elan auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ vor, der Ende Januar in Monheim stattfinden wird. „Wir freuen uns, dass Jugend musiziert erstmals in Monheim ausgetragen wird“, sagt Georg Thomanek, Leiter des Begabtenförderprogramms der Musikschule.

„Blackout“ heißt der Krimi, der in Monheim inszeniert wird. Foto: RP/Volker Beushausen

In der Aula am Berliner Ring erwartet das Publikum am Freitag, 20 Uhr, ein Abend in bester Stimmung, denn Herbert Knebel und sein Affentheater sind zu Besuch. Selbiges wurde 1988 von Uwe Lyko alias Herbert Knebel gegründet und kann auf eine erfolgreiche Karriere mit weit mehr als 1000 Auftritten zurückblicken. Nun kommt die vierköpfige Kabarettgruppe mit „Außer Rand und Band – das 100. Bühnenprogramm!“ nach Monheim. Strenggenommen ist es erst das 15. Programm, aber alle anderen 85 sind der „kritischen Selbstzensur“ zum Opfer gefallen. Aber mit „Außer Rand und Band“ hat es endlich mal wieder ein Programm auf die Bühne geschafft! Die Formation, die sich aus Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug zusammensetzt, setzt auf die altbewährte Mischung aus Musik, egal ob von Bee Gees, Pink Floyd, The Clash, The Who, Creedence Clearwater Revival, Roy Orbinson, David Bowie und viele mehr. Zu erwarten sind herrlich blöde Ensemble-Nummern und natürlich Knebel-Geschichten. Tickets (28,50, 31 und 33 Euro) im Kundencenter im Monheimer Tor, Rathausplatz, oder unter www.monheimer-kulturwerke.de.

Am Samstag, 19.30 Uhr, gastiert das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel in der Aula am Berliner Ring: mit der Inszenierung des Erfolgskrimis Blackout. Die Lichter gehen überall aus. Toiletten funktionieren nicht mehr, Heizungen fallen aus, die Menschen können nicht tanken, Lebensmittel werden knapp. Durch einen Terroranschlag auf das europäische Stromnetz wird eine Kettenreaktion ausgelöst, die dazu führt, dass das gesellschaftliche Leben innerhalb kürzester Zeit zusammenbricht. Während die Regierungen in Brüssel und den Hauptstädten versuchen, die Kontrolle zurück zu erlangen, breitet sich in der Bevölkerung Panik aus, es kommt zu Plünderungen, zu Unruhen, der Kampf ums Überleben eskaliert. Der Informatiker Piero Manzano ist zunächst der einzige, der einen Hackerangriff vermutet. Doch als er es endlich schafft, zu den Behörden durchzudringen, tauchen in seinem Computer merkwürdige Mails auf, die den Verdacht auf ihn lenken und ihn zum Gejagten machen. Mit „Blackout“ hat der österreichische Schriftsteller Marc Elsberg einen der international erfolgreichsten Krimis der letzten Jahre geschrieben. Ein Szenarium, das deutlich macht, in welchen Abhängigkeiten unser Alltag steht. Die von Thomas Tiberius Meikl und Maximilian von Ulardt erarbeitete Inszenierung, deren Bühnenausstattung aus Aluminium-Gerüsten dem Ensemble auch physische Fitness abverlangt, ist geradezu beklemmend. Um 18.30 Uhr findet ein Einführungsgespräch mit den Theatermachern statt. Treffpunkt ist an der Abendkasse. Tickets (14, 17 und 20 Euro) gibt es im Kundencenter (Monheimer Tor) oder unter www.monheimerkulturwerke.de.

Julian und Roman Wasserfuhr sowie Jörg Brinkmann machen auf ihrer „Relaxin‘ in Ireland Tour“ am Samstag halt in Baumberg. Foto: RP/Nikolas Mueller

Ins Bürgerhaus Baumberg, Humboldtstraße 8, kommen am Samstag, 20 Uhr, die zwei Musiker-Brüder Julian und Roman Wasserfuhr. Gemeinsam mit Cellist Jörg Brinkmann widmen sie ihr Konzert Irland. Julian Wasserfuhr spielt Trompete, sein Bruder Roman Klavier. Für ihr aktuelles Album sind die Wasserfuhrs nach Irland gereist, an die Küste West Corks, um dort die neuen Stücke aufzunehmen. „Relaxin‘ in Ireland“ ist der ganz persönliche, in Noten umgesetzte Blick der Musiker auf die „grüne Insel“. Karten kosten 15 und 19 Euro (VVK/AK). Vorverkauf unter www.monheimer-kulturwerke.de.

Musik für den Frieden – so lautet der Titel eines Konzertes, das am Sonntag, 17 Uhr, bei freiem Eintritt in der Kirche St. Gereon an der Franz-Boehm-Straße stattfindet. Umrahmt wird es von der Ausstellung „Ich bin mehr.“ sowie Gemälden und Skulpturen von Suzan Sahin. Es ist eine Gemeinschaftsaktion der katholischen Pfarre St. Gereon und Dionysius und des städtischen Integrationsbüros. Musik überwindet Grenzen, verbindet Menschen und wirkt als Weltsprache und Zeichen für den Frieden – das ist der Tenor der Veranstaltung. Zuhören oder auch Mitsingen berührt Herz und Seele. Die Interpreten: Aeham Ahmad ist ein syrisch-palästinischer Musiker, auch bekannt als „Pianist aus den Trümmern“. Soulmusikerin Imani Jayla ist eine Nachwuchssängerin aus Monheim. Außerdem spielt das Jugendblasorchester der heimischen Musikschule unter der Leitung von Thomas Sieger.