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Langenfeld/Monheim Stürme zerstören Folientunnel für Erdbeeren

Sturmschäden Langenfeld und Monheim : Stürme zerstören Folientunnel

Während die Feuerwehren kaum zusätzliche Sturmschäden melden, beklagt der Monheimer Landwirt Robert Bossmann Schäden auf seinen Feldern.

(og) Für die Langenfelder Feuerwehr ist die Nacht von Sonntag auf Montag vergleichsweise ruhig verlaufen. „Von Sonntagnachmittag 15.33 Uhr bis Montagmorgen 7.25 Uhr hat sie keine sturmbedingten Einsätze verzeichnet, berichtet Sprecher Frank Noack. Für 9.35 Uhr zeigt das Protokoll lediglich einen umgestüzten Baum. Ähnlich ist die Lage in Monheim. Dort meldet Feuerwehrsprecher Markus Stenzel einen umgestürzten Baum auf den alten Schienen der Bahnen der Stadt Monheim nahe Opladener Straße/Schleiderweg. Stenzel geht davon aus, dass die Sturmlage sich weiter beruhigt.

Für den Landwirt Robert Bossmann aus Monheim beginnt nun erst die Arbeit. Nach drei Stürmen kurz hintereinander sind seine 18 Folientunnel am Neuverser Hof, unter denen Erbeeren heran reifen sollen, zerstört. Nicht nur die – zum Teil neuen – Folien sind gerissen oder durch die heftigen Böen der vergangenen Tag weggeflattert, sondern auch die Bögen und Anker der Tunnel sind  verbogen. Er habe die Bögen bereits näher aneinandergerückt, damit sie Stürmen besser standhalten können. Doch künftig wird er sie wohl im Abstand von einem Meter setzen müssen. Vor zehn Jahren standen sie noch zwei Meter auseinander, sagt Bossmann. Ihn wundert nicht, dass angesichts der zunehmenden Extremwetterlagen viele Landwirte aufgeben.  

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Jetzt wird Bossmann vieles ersetzen und reparieren müssen. Insgesamt, beklagt er, habe er einen  Schaden von 50.000 Euro davon getragen. Seine frühen Erdbeeren, die unter  dem Tunnel wachsen sollen, werden deshalb vermutlich erst später reif. „Über den Preis kann ich diesen Schaden nicht herausholen“, so Bossmann. Denn der richte sich nun einmal nach der Marktlage.