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Langenfeld Monheim NRW lockert Mietpreisbremse für beide Städte

Nicht mehr gelistet : NRW lockert Mietpreisbremse für Langenfeld und Monheim

Als Mieterhöhungslimit innerhalb von drei Jahren gelten statt 15 Prozent jetzt 20 Prozent, kritisiert der Mieterbund Langenfeld/Monheim.

(gut) Mietern in Langenfeld und Monheim drohen stärkere Mieterhöhungen als bisher, zudem sei der Kündigungsschutz gelockert worden. So kritisiert Norbert Friedrich vom für beide Städte zuständigen Mieterbund die neue „Mieterschutzverordnung“ der Landesregierung. Die seit dem 1. Juli gültige Verordnung bringe „deutliche Verschlechterungen des Mieterschutzes für viele NRW-Städte, darunter auch Monheim und Langenfeld“ mit sich, bemängelt Friedrich.

Beide Städte seien nämlich aus der Liste derjenigen Kommunen herausgeflogen, für die bislang aufgrund knappen Wohnraums ein stärkerer Mieterschutz galt als im übrigen NRW. Dies betrifft unter anderem die Kündigungssperrfrist bei Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. Diese Kündigungsfrist wurde für Langenfeld und Monheim von fünf auf drei Jahre (Bundesregelung) verkürzt. Ähnlich verhält es sich laut Friedrich mit der sogenannten Kappungsgrenze: „Hier galt bisher die Regelung, dass Mieterhöhungen in einem Zeitraum von drei Jahren 15 Prozent nicht übersteigen dürfen.

In Monheim und Langenfeld gilt künftig die Bundesregelung von 20 Prozent, was bedeutet, dass trotz Wohnraumknappheit diese Differenz künftig aufgeschlagen werden kann und die Betroffenen mit Mieterhöhungen zu rechnen haben.“ Auch die Mietpreisbremse, die besagt, dass bei Anmietung einer Wohnung die Miete nicht mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Miete liegen darf, ist laut Friedrich für Langenfeld und Monheim hinfällig.

(gut)