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Langenfeld/Monheim Nach Hanau: Pfarrer bittet für Opfer des Anschlags

Langenfeld/Monheim: Hanau : Nach Hanau: Pfarrer bitten für Opfer des Anschlags

(og) Langenfelds Pfarrer Hans Peter Jansen geht davon aus, dass in den Gottesdiensten am Wochenende der Opfer des Anschlags in Hanau gedacht wird. „Vor allem in den Fürbitten“, sagt Jansen, was Pfarrer Gerhard Trimborn bestätigt.

Leitthema des Wochenendes sei Barmherzigkeit und Liebe, erläutert Jansen.

Mit Abscheu und Entsetzen reagierten die Mitglieder des Monheimer KKV-Gesprächskreises „Christen treffen Muslime“ auf den rassistisch motivierten Anschlag in Hanau. „Es bleibt unbegreiflich, dass Menschen zu solch menschenverachtenden Taten fähig sind“, so Bernd-M. Wehner, Sprecher des KKV-Gesprächskreises, dem neben evangelischen und katholischen Christen auch Muslime angehören. Erdogan Akpolat und Mohamed Adib, Dialogbeauftragte der Ditib Moscheegemeinde Monheim, ergänzen: „Wir verurteilen als türkisch-muslimische Gemeinde den Terrorakt in Hanau.“ Offenbar werde Rechtsextremismus immer salonfähiger. Die evangelische Pfarrerin Benita Zapf-Mankel (Kirchenkreis Leverkusen) hat am Karnevalssonntag Dienst. „Das Thema Hanau werde ich nur im Fürbittgebet aufgreifen.“ An Weiberfastnacht habe sie bei der Karnevalsfeier der Senioren ein Gedenkgebet gesprochen, in der Marktandacht wurde Hanau im Fürbittgebet erwähnt.

 Die Karnevalisten tun sich schwer, auf den Anschlag zu reagieren. „Ich gestehe, ich bin verunsichert“, sagt Monheims Gromoka-Präsident Moritz Peters. Klar ist für ihn: „Hass und Ausgrenzung haben im Karneval nichts zu suchen.“ Der Karneval stehe für gemeinsames Feiern und Lebensfreude. „Da haben Spalter keinen Platz“, sagt er.

Helmut Schoos, Festkomitee Langenfelder Karneval, wertet die Ereignisse als traurig, sieht aber keine Gelegenheit, dies bei einer Karnevalsveranstaltung auszudrücken.