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Langenfeld/Monheim: Es besteht aktuell höchste Waldbrandgefahr

Trockener Boden : Es besteht aktuell höchste Waldbrandgefahr

Feuerwehren aus Langenfeld und der Region helfen bei Großbrand an holländischer Grenze.

Im niederländischen Nationalpark De Meinweg sind bei einem Waldbrand rund 100 Hektar Wald zerstört worden. Die Flammen haben über die Grenze hinweg auch auf Wälder im Kreis Viersen übergegriffen. Feuerwehren aus ganz Nordrhein-Westfalen unterstützen die Löscharbeiten. „Wir sind dort mit drei Fahrzeugen im Einsatz“, sagte Langenfelds Feuerwehrchef Wolfram Polheim am Dienstag. Auch bei Gummersbach standen seit Montag 75 Hektar Wald in Flammen. Ein Risiko besteht aktuell auch für die Laubwälder in Langenfeld und Monheim.

Aufs Jahr betrachtet sei die Waldbrandgefahr „jetzt am größten“, betont der für beide Städte zuständige Revierförster Karl Zimmermann. „Nach dem Winter liegt noch überall trockenes Farnkraut und Laub am Boden.“ Auch Stämme der vom Borkenkäfer befallenen Fichten lägen noch rum, würden aber jetzt abgeholt. Dazu komme die zuletzt warme und regenarme Wetterperiode. „Der Boden ist knochentrocken. Wie die Äcker mit ihrer zurzeit spärlichen Vegetation brauchen auch die Wälder dringend Regen – und zwar nicht nur einen kurzen Schauer.“ Es dauere nach Zimmermanns Einschätzung noch einige Tage, bis von unten her frisches Grün nachwächst und die akute Waldbrandgefahr bannt.

Wichtig sei es, das in NRW von März bis Oktober bestehende Rauchverbot in Wäldern zu befolgen. Zimmermann: „Entscheidend ist, dass sich Waldbesucher der Gefährdung bewusst sind und vorsichtig verhalten.“ Auch rauchende Autofahrer sollten ihre Kippen unbedingt im Kfz-Aschenbecher ausdrücken und nicht durchs Fenster rausschnippen. „Glimmende Kippen entzünden immer wieder dürres Gras im Straßengraben“, sagt Zimmermann. „Wind treibt die Flammen dann in den Wald.“ Das Problem der früher oft entlang von Bahnstrecken entfachten Waldbrände bestehe wegen der heute fest verschlossenen Zugfenster nicht mehr.

Dagegen sieht Zimmermann in Glasflaschen und deren Scherben (die als Brennglas wirken) Risiken. Ebenso warnt er zur startenden Grillsaison vor der Gefahr, einen Waldbrand zu entfachen. „Nach dem Grillen im heimischen Garten kippen manche Leute die vermeintlich erkaltete Asche hinter den Zaun. Wenn da noch etwas Glut drin ist und das Haus am Waldrand steht, dann kann das böse enden.“

Die Langenfelder Feuerwehr setzt laut Wolfram Polheim im Falle eines Waldbrands vor allem auf die beiden großen Tanklöschzüge mit 8000 und 5000 Liter Wasser an Bord. „Weil die Langenfelder Wälder vergleichsweise klein und obendrein von vielen Wegen durchzogen sind, kommen wir bei einem Löscheinsatz mit unseren Fahrzeugen überall gut hin.“ Zudem habe der Kreis Mettmann ein festes Konzept, wie sich die Feuerwehren der zehn Städte bei einem Waldbrand gegenseitig unterstützen.