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Langenfeld/Monheim: Bürgermeister ist froh über Maskenpflicht

Corona-Krise : Bürgermeister ist froh über Maskenpflicht

Ab kommendem Montag gilt in Nordrhein-Westfalen wegen der Corona-Risiken die Maskenpflicht in Läden, Bussen und Bahnen. Für Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider ist sie überfällig.

In der erhitzten Debatte um eine Maskenpflicht wollten beide Städte nicht vorpreschen. „Ich bin unbedingt dafür“, bekannte zwar Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider am Mittwoch. „Aber die Corona-Regelungen müssen zumindest auf Landesebene einheitlich sein. Ein Flickenteppich bei diesem Thema wäre unerträglich.“ Erfreut vernahm er kurz danach den Beschluss der Landesregierung. Ab kommendem Montag ist es in Nordrhein-Westfalen vorgeschrieben, in Läden, Bussen und Bahnen Mund und Nase zu bedecken. Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann hatte den Beschluss aus Düsseldorf abgewartet. „Beim Thema Corona richten wir uns seit dem 18. März ohne eigene Regelungen nach dem Land.“

Spätestens seit der Öffnung der meisten Läden am Montag hält Schneider Schutzmasken über Mund und Nase für dringend geboten. „Die City ist seither wieder brechend voll. Die Leute verhalten sich zwar in und auch vor den Läden nach unserer Beobachtung sehr vernünftig, beherzigen weitestgehend die Abstands- und Hygienevorgaben. Gut, dass die Maskenpflicht jetzt kommt.“ Auch wenn etwa die selbst genähten Baumwollmasken den Träger selber kaum vor einer Corona-Infektion schützen können, so seien sie doch „ein ganz wichtiges Zeichen des Respekt, andere Leute nicht anstecken zu wollen“. Wenn alle Menschen ringsum in der Nähe sie tragen, sei dies ein gutes Gefühl. Zudem teile der Bürgermeister die Befürchtung von Medizinern, dass die ersten Lockerungen und abgeschwächten Corona-Zahlen viele Menschen zu Leichtsinn verführen könnten. Masken im öffentlichen Leben seien quasi ein Wachrüttler. „Die in der zurückliegenden Durststrecke erzielten Erfolge dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden. Gerade auch wegen der irgendwann anstehenden Öffnung von Restaurants, Kultureinrichtungen, Spielplätzen und Sportstätten.“ Bestätigt fühlt sich Schneider durch ein Gespräch mit seinem Amtskollegen aus Münster, wo seit Wochenbeginn eine Maskenpflicht in Läden, auf Märkten und in Bussen besteht. „Gerade für unseren Wochenmarkt wünschte ich mir, dass die bislang sehr disziplinierten Kunden alle auch Mund- und Nasenschutz tragen. An diesem ersten Freitag mit wieder geöffneten Läden und auch wieder Textilständen auf dem Markt wird die City wieder richtig voll sein.“ Dass er für diese städtische Veranstaltung trotz dieses persönlichen Unbehagens nicht bereits das Tragen einer Maske vorschreibt, begründete Schneider mit dem Appell des Städte- und Gemeindebunds gegen lokale Alleingänge.

Monheims Bürgermeister Zimmermann mochte sich zum Sinn einer Maskenpflicht persönlich nicht positionieren. „Das überlasse ich den Medizinern.“