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Langenfeld Monheim Apfel Cidre Ebbelwoi

Einkaufen : Apfel zum Trinken: Von Cidre bis Ebbelwoi

Mit oder ohne Alkohol sind die Obstgetränke an heißen Tagen eine erfrischende Alternative zu Wein oder Prosecco.

Es gibt ihn noch – den guten alten „Ebbelwoi“ – vor langer Zeit sehr gerne im Bembel kredenzt von Heinz Schenk in seiner Unterhaltungssendung „Der Blaue Bock“. Das TV-Relikt unserer Jugend existiert nur noch in der Erinnerung, das Getränk, vorwiegend im Hessischen aus säurehaltigen Äpfeln gekeltert und alkoholisch vergoren, ist immer noch ein guter Tipp für heiße Tage und das ideale Sommergetränk auf der Terrasse. Der Alkoholgehalt entspricht dem eines Bierchens.

Der klassische Frankfurter Apfelwein von Possmann bringt es auf 5,5 Prozent Alkohol und ist derzeit bei Rewe Dreschmann-Ludwig in Langenfeld zu haben. Etwas eleganter klingt der Begriff Apfelsekt oder Apfelperlwein. Bei uns mit dem französischen Namen Cidre oder englisch als Cider betitelt. Cidre kommt ursprünglich aus der Normandie, wo es viele Apfelbaumwiesen gibt. Zwei ganz wunderbare eigenwillige Cidre-Varianten sind in Langenfelds Weinhaus am Markt an der Bachstraße 1 zu haben. Dieser Cidre kommt ungeschwefelt in die Flasche und wird nicht pasteurisiert. Er ist kaum gefiltert und deshalb gold-trüb. In der Nase entsteht ein leichter Geruch nach Vergorenem, ähnlich dem des Bieres. Nach der anfänglichen Süße machen sich angenehme Bitterstoffe im Mund breit, die vom sanften Prickeln unterstrichen werden.

Es gibt den Cidre der „Domaine des Cinq Autels“ in den Geschmacksrichtungen brut – also trocken –, und demi sec – halbtrocken. Mit 5,5 Prozent Alkohol ist er schon ein stärkerer Apfelperlwein, hat aber weniger Alkohol als Wein und ist einfach mal der etwas andere Genuss für ein paar Wochen im Sommer. Besonders die trockene Variante schmeckt schön zu Gegrilltem. Er kostet 5,75 Euro und ist wirklich etwas Besonderes. Entdeckt hat diesen feinen Winzer-Cidre übrigens der Vater des Geschäftseigentümers, Horst Kaiser, weil seine Frau aus der Region stammt. „Das ist ein wunderbares Nischenprodukt„ das seit vielen Jahrzehnten die Qualität hält“, sagt Horst Kaiser.

Alkoholfrei und naturbelassen ist der sogenannte Pri Secco, ein fruchtiger prickelnder Aperitif aus dem Schwäbischen, der auf Apfelbasis entsteht. Thomas Kaiser vom Weinhaus am Markt bietet ihn in den Geschmacksrichtungen Rotfrucht mit Sauerkirsche, Holunder, Limette und Johannisbeere an und als „Weißduftig“ mit Holunderblüte und Kräutern wie Thymian. Dieser alkoholfreie Genuss kostet um zehn Euro und schmeckt gut gekühlt wie ein erlesener Schaumwein, versichert der Produzent.

Günstiger kommt man mit dem Somersby Apple Cider bei Rewe weg, den es in den Geschmacksnuancen Citrus Fruit und Blackberry in kleinen Flaschen gibt. Oder aber als Original als Somersby Apple Cider nur aus Äpfeln mit 4,5 Prozent Alkohol. Der Cider von den Firmen Cooper’s und Possmann ist schon für unter zwei Euro in der Liter-Flasche zu haben. Auch bei Rewe gibt es eine Bio-Variante von Heil aus dem Taunus  für 1,89 Euro – auch er wird lieblich und trocken angeboten, mit unter fünf Prozent Alkohol.

Einen typisch bretonischen Cidre mit Quitten-Geschmack bietet der Weinhändler Jaques an. Auch er ist für 4,50 Euro eine schöne Variante zum Prosecco.