Langenfeld: Mitarbeiter soll 1,9 Millionen veruntreut haben

Stadt Langenfeld: Mitarbeiter soll 1,9 Millionen Euro veruntreut haben

Die Stadt Langenfeld hat Anzeige gegen einen ihrer Mitarbeiter gestellt. Der Mann soll Gelder im siebenstelligen Bereich veruntreut haben. Die Verwaltung prüft außerdem, wieso die Sache nicht früher aufgefallen ist.

Skandal in der Langenfelder Stadtverwaltung: Laut Rathaussprecher Andreas Voss soll "eine städtische Kraft" rund 1,9 Millionen Euro veruntreut haben. Ob es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Mann oder eine Frau handelt und welche Dienststelle betroffen ist, wollte Voss wegen der laufenden Ermittlungen nicht sagen. Nur so viel: "Die Stadtverwaltung hat sich mit sofortiger Wirkung von der Person getrennt, Strafanzeige erstattet und wird mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten, um den Verdacht aufzuklären."

Laut Voss war die städtische Kraft bei internen Überprüfungen in Verdacht geraten, Gelder veruntreut zu haben. "Die Person hat gegenüber der Stadtverwaltung die Vorwürfe eingeräumt und sich selbst bei der Staatsanwaltschaft angezeigt." Die Schadenshöhe von rund 1,9 Millionen Euro setze sich aus vielen Einzelzahlungen aus kleineren Aufträgen über einen längeren Zeitraum zusammen.

Bürgermeister Frank Schneider habe angeordnet, "die bestehenden Kontrollsysteme erneut auf den Prüfstand zu stellen und nochmals unter Hinzuziehung externer Beratung etwaige ermittelte Systemlücken zu schließen".

Anmerkung der Redaktion: Irrtümlich hatten wir von einem sechsstelligen Betrag berichtet. Gemeint war ein siebenstelliger Betrag. Vielen Dank für die Hinweise. Wir haben den Fehler korrigiert.

(mei)