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Langenfeld Mit De Beer Beoplast geht es aufwärts

De Beer Beoplast gelingt erfolgreicher Neustart : Mit De Beer Beoplast geht es aufwärts

Die Strategie, neue Auftraggeber zu akquirieren und der Austausch von Maschinen haben sich bewährt. De Beer Beoplast rechnet trotz Corona mit Umsatzplus.

Im Juni 2020 begann für die 1990 gegründete Langenfelder Firma Beoplast eine neue Zeit. Das insolvente Unternehmen wurde Teil der niederländischen De Beer-Group. Die Inhaber Marc und René De Beer selbst, die das Unternehmen in der dritten Generation leiten,  stellten sich Anfang Juni den Mitarbeitern an der Industriestraße vor und präsentierten konkrete Pläne, um den Standort zu sichern und im Zusammenspiel mit anderen Unternehmensteilen effizient zu nutzen. Ende November konnte die Geschäftsführerin Wilma Koolen-Hermkens den Langenfelder Mitarbeitern in einer anschaulichen Präsentation erstmalig vor Augen führen, dass es dem Unternehmen (wieder) gut geht. „Wir sind stolz, bewiesen zu haben, dass es geht“,  zeigte sich die Niederländerin, die auch den De Beer Standort in Linsengericht leitet, im Gespräch mit der RP sehr erfreut. Die strukturierten Übersichten zeigten den turbulenten Jahresverlauf in Langenfeld. Einem normalen Jahresbeginn folgte ab März – auch Corona bedingt – ein fettes Minus, das  auch Kurzarbeit erforderte, und auch der Sommer blieb hinter den Erwartungen. Ab September gingen die Kurven kontinuierlich nach oben. „Die Mitarbeiter konnten nachvollziehen, dass Umsatz nicht gleich Gewinn ist“, so Koolen-Hermkens, die am Standort Linsengericht die Belegschaft monatlich so detailliert informiert. Dort bewusst in Kleingruppen, weil dann ein unmittelbarer Austausch zwischen „Wilma“ und den Kollegen möglich ist. Vom Nutzen multidisziplinärer Teamarbeit ist die Geschäftsführerin überzeugt, „vielleicht ein Zeichen meines niederländischen Hintergrundes“.

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Es war ein Bündel von Maßnahmen, das jetzt konkrete Erfolge zeigt. Das erstarkte Vertrauen der Bestandskunden, neue Auftraggeber – bewusst von außerhalb des Automotiv-Bereiches, Austausch von Maschinen, verbesserte Einkaufskonditionen, präventive Wartung von Maschinen, Austausch von Mitarbeitern und Fachwissen zwischen den Standorten. „Wir konnten mit dem Neukauf von Maschinen Aufbruchstimmung erzeugen“, sagt Koolen-Hermkens.

Die Mitarbeiterzahl stieg um rund zehn Prozent, zum Jahresbeginn 2021 folgt eine „faire und nachvollziehbare“ Gehaltserhöhung für alle, einen Corona-Bonus gab es schon. Investiert wurde auch in Klimaanlagen Und mit einem Gleitzeitkonto kümmert sich der Betrieb sogar um die Work-Life-Balance der Mitarbeiter. Der „grüne“ Gedanke des Beoplast-Gründers Theo Besgen bleibt Teil der Firmenphilosophie. Aktuell arbeiten zwei Standorte gemeinsam an einem speziellen Umweltschutz-Projekt.

Die Umsatzzahlen sprechen für sich, am hessischen Standort stieg der Umsatz in vier Jahren von acht auf zwölf Millionen Euro; auch für Langenfeld bleiben die Ziele 7,5 Millionen Euro in 2021 und zehn Millionen Euro in 2023 im Visier des Unternehmens.