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Langenfeld: Mehr Personal für Verbraucherzentrale

Langenfeld : Kreis Mettmann stärkt die Verbraucherzentrale

Die beiden Beratungsstellen erhalten je eine weitere Stelle. Langenfeld ist beschlossen, Velbert folgt.

Seit Andreas Nawe die Leitung der Verbraucherzentrale (VZ) am Konrad-Adenauer-Platz vor etwa einem Jahr übernommen hat, leitet er so zu sagen sich selbst. Rund 4300 Fälle im Jahr hat er bearbeitet und das nicht nur für Langenfelder Bürger. Zuständig ist die VZ Langenfeld auch für die Städte Hilden, Monheim, Haan und Erkrath (Südkreis). Jetzt hat der Jurist Nawe endlich Verstärkung bekommen. Astrid Mühlenbrock und Constanze Niepenberg, die beide über viel Erfahrung im Verbraucherschutz verfügen, teilen sich eine Stelle. Sie wollen sich verstärkt um Aktionen in den Bereichen Umwelt und Energie (Mühlenbrock) und Rechtsberatung bei Verträgen (Niepenberg) kümmern.

40.500 Euro pro Jahr wird der Kreis zur Finanzierung der neuen Stelle zahlen. Der zusätzliche Zuschuss vom Land ist bereits beantragt. „Das Land ist sehr daran interessiert, die Beratungs- und Präventionsangebote der Verbraucherzentralen auszuweiten“, sagt Susanne Voss, Regionalstellenleiterin der VZ. Für die Verbraucherzentrale Velbert wird es demnächst eine ähnliche Erweiterung geben, kündigt Landrat Thomas Hendele an. Der Beschluss im Fachausschuss sei schon gefallen, ergänzt Kreisdirektor Nils Hanheide. Die VZ Velbert (Nordkreis) ist zuständig für Mettmann, Wülfrath, Ratingen und Heiligenhaus.

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„Jetzt ist Schluss mit Beratung am Tresen“, beschreibt Nawe die Vorteile der Personalaufstockung. Jetzt könne man sich mit Ratsuchenden in den Besprechungsraum zurückziehen und zugleich sei der Eingangs- und Informationsbereich besetzt. Die Erreichbarkeit via Telefon, E-Mail und auch persönlich sei wieder gewährleistet. Darüber hinaus sieht er nun auch die Chance, mit Aktionen auch in die anderen Städte zu gehen, etwa eine Sprechstunde in Haan anzubieten. „So können wir mehr Präsenz zeigen“, sagt er, „Vorträge anbieten und Veranstaltungen organisieren“.

Die beiden Frauen haben bereits Ideen gesammelt. Niepenberg  hat einen Markt-Check in Handyläden durchgeführt und setzt sich dafür ein, dass im Laden geschlossene Handyverträge widerrufbar sind. Mühlenbrock plant, gemeinsam mit Monheims stellvertretender Bürgermeisterin Laura Töpfer Food-Share-Projekte voranzubringen, etwa über Tafeln oder wie in Langenfeld gemeinsam mit der Aktion „Die Tüte“ vom Sozialdienst katholischer Frauen.

Ein Ziel, das Hendele gern unterstützt. „Auch der Kreis arbeitet an Modellen, um die Lebensmittelverschwendung einzudämmen“, sagt er. Die Kantine des Kreise etwa gibt nicht verkaufte Mahlzeiten zum halben Preis ab. „Das ist ausbaufähig.“ Grundsätzich sieht er die Vielfalt der Aufgaben, die Verbraucherzentralen beackern. Angesichts intransparenter Verträge etwa im Internet oder im Handel sei Beratung immer häufiger gefragt. Auch Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider begrüßt die Erweiterung am Standort Langenfeld. Verbraucherschutz ist für ihn zwingend und politisch gewollt, auch wenn es um viel Geld gehe. In seiner Stadt gibt es bereits viele Kooperationen mit der Verbraucherzentrale, bei der Energieberatung, dem Klima- und Umweltschutz.