Langenfeld LVR-Klinik gedenkt der NS-Opfer

Geschichte : LVR-Klinik Langenfeld gedenkt der NS-Opfer

Am 27. Januar wird unter anderem ein beeindruckender Film gezeigt.

Heute ist die LVR-Klinik Langenfeld eine moderne psychiatrische Fachklinik. Doch das Gelände hat eine düstere Vergangenheit. In den 1940er Jahren nutzten die Nationalsozialisten die damalige Provinzial-, Heil- und Pflegeanstalt Galkhausen als „Zwischenanstalt“. Hier wurden Patienten aus dem Rheinland gesammelt, um sie im Rahmen der NS-Euthanasie Hitlers unter anderem in die frühere Tötungsanstalt Hadamar bei Limburg an der Lahn zu transportieren und dort zu ermorden.

Wie jedes Jahr erinnert die LVR-Klinik Langenfeld am 27. Januar, dem deutschlandweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, an die ermordeten Patienten. Diesmal beginnt die Veranstaltung mit dem Innehalten und der Kranzniederlegung an dem Gedenkstein an der Lindenallee. Im Anschluss wird im Festsaal ein Film über Ernst Lossa gezeigt, der sich Anfang der 1940er mutig gegen das menschenverachtende System wehrte. Der 13-jährige ist Sohn fahrender Händler und Halbwaise. Er ist ein aufgeweckter, aber unangepasster Junge. Die Kinder- und Erziehungsheime, in denen er bisher lebte, stufen ihn als „nicht erziehbar“ ein und schieben ihn schließlich wegen seiner rebellischen Art in eine Nervenheilanstalt ab. Nach kurzer Zeit bemerkt er, dass unter der Klinikleitung von Dr. Veithausen Patienten getötet werden. Er versucht, den behinderten Mitpatienten und Mitgefangenen zu helfen. Schließlich plant er die Flucht.

Die LVR-Klinik Langenfeld lädt alle Interessierten ein, an der Gedenkfeier teilzunehmen. Beginn am Montag ist um 16 Uhr. Der Film wird um 17 Uhr im Festsaal gezeigt, im Anschluss besteht die Gelegenheit zum Austausch bei einem Getränk. Anmeldung unter der Telefon 02173 102-1015 oder anmeldung.langenfeld@lvr.de.