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Langenfeld: Leitender Pfarrer Stephan Weißkopf hat Rücktritt eingereicht

„Persönliche Gründe“ : Langenfelds Pfarrer Stephan Weißkopf hat Rücktritt eingereicht

Stephan Weißkopf (50) will nicht mehr Leitender Pfarrer der katholischen Gemeinde in Langenfeld sein. Er habe den „Erzbischof gebeten, ihn von seinem priesterlichen Dienst zu entbinden und seinen Amtsverzicht eingereicht“, teilte Ursula Zöller aus der Leitung des Erzbistums in einem so genannten Proklamandum mit, das am Sonntag in den Langenfelder Gottesdiensten verlesen wurde.

Zu den genauen Gründen machte das Erzbistum keine Angaben. Erst Ende 2016 hatte Weißkopf sein Amt als Nachfolger von Dr. Jürgen Rentrop angetreten.

Als Vorsitzender des Langenfelder Pfarrgemeinderats bedauert Thomas Antkowiak nach eigenen Worten Weißkopfs Entscheidung. „Wir wissen, dass er den Schritt, das Priesteramt aufzugeben, am Ende einer persönlichen Entwicklung auf eigenen Wunsch unternimmt.“ Weißkopf habe dem Pfarrgemeinderat versichert, „dass die persönlichen Gründe nicht in Zusammenhang mit unserer Gemeinde und unseren verschiedenen anstehenden Vorhaben stünden“. Er habe, so Antkowiak, seinen Dienst in Langenfeld „sehr gerne verrichtet und sich hier wohlgefühlt“.

Nach Ursula Zöllers Worten wisse Erzbischof Rainer Maria Woelki, dass Weißkopf diesen Schritt in großer Verantwortung gegenüber sich selbst und der Pfarrgemeinde getroffen habe. Er habe dessen Wunsch entsprochen und ihn mit sofortiger Wirkung vom priesterlichen Dienst suspendiert. Zugleich habe er Weißkopf gebeten, in den kommenden vier Wochen diesen Entschluss noch einmal zu überdenken. Zöller: „Wird Pfarrer Weißkopf auch nach dieser Zeit der persönlichen Prüfung bei seinem Wunsch bleiben, sein Priesteramt aufzugeben, erfolgt die endgültige Suspendierung, also Entbindung vom priesterlichen Dienst.“

Auf Bitten des Erzbischofs werden in der Langenfelder Großgemeinde St. Josef und Martin Pfarrer Gerhard Trimborn und Pastoralreferent Detlef Tappen in einer kurzen Übergangszeit Ansprechpartner sein. In dem Proklamandum hieß es, dass Woelki dem Seelsorgeteam vertraue, gemeinsam die Verantwortung in den vielfältigen Aufgaben der Pfarrgemeinde zu tragen und zu gestalten.

Für den Pfarrgemeinderat versicherte Antkowiak, die Entscheidung von Weißkopf in vollem Umfang zu respektieren. „Wir danken für sein Engagement, seine Wegbegleitung, Anstöße und Ideen und die sehr gute Zusammenarbeit in den drei vergangenen Jahren.“

Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand und Pastoralteam werden laut Antkowiak in den nächsten Tagen und Wochen darüber beraten, „wie wir als Gemeinde mit der aktuellen Situation umgehen können“. Dort werde auch nach einer geeigneten Gelegenheit Ausschau gehalten, „sich persönlich von unserem bisherigen Pfarrer zu verabschieden“.