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Langenfeld: Landrat überreicht Franz und Cäcilia Cürten zwei Bundesverdienstkreuze am Bande.

Langenfeld : Verdienstkreuz für Langenfelder Paar

Gemeinsam setzen sich Cäcilia (82) und Franz (83) Cürten seit Jahrzehnten für Bedürftige ein.

Als Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Langenfeld engagieren sie sich seit 1969 in der Arbeits-, Sozial- und Familienpolitik, unterstützen Lepra-Hilfswerke und Pfarrfeste, bringen sich persönlich in der Flüchtlingshilfe ein. Im Langenfelder Rathaus überreichte Landrat Thomas Hendele den Eheleuten jeweils ein Bundesverdienstkreuz am Bande. „Das ist ganz selten, dass auf diese Weise ein Paar gemeinsam ausgezeichnet wird“, sagte Hendele in seiner Ansprache.

Wie Bürgermeister Frank Schneider ließ auch der Landrat keinen Zweifel daran, dass beide Cürtens diese hohe Auszeichnung verdient haben. Sie gehörten 1970 zu den Mitgründern des Richrather Lepra-Hilfswerks St. Martin“, das 1987 nach einem holländischen Missionar in „Pater-Schlooz-Arbeitskreis“ umbenannt wurde. Der Maschinenbau-Ingenieur Franz Cürten war dort jahrelang Vorsitzender, gehörte zudem seit 1979 ununterbrochen dem KAB-Ortsvorstand an. Das Ehepaar betreut in Langenfeld Flüchtlingsfamilien, Franz Cürten hat unzählige Fahrräder repariert und sie an Geflüchtete verschenkt. „Stadt und Kreis leben von ehrenamtlichem Engagement“, betonte Hendele in seiner Laudatio. Und das jahrzehntelange Engagement der Cürtens neben Beruf und vier Kindern sei im wahrsten Sinne des Worts „ein Lebenswerk“.

KAB-Sekretär Rainer Pfuhl strich den unermüdlichen Einsatz, die Selbstlosigkeit und die bescheidene Art der Cürtens heraus, die lieber anpackten als im Vordergrund zu stehen. Pfuhl setzte sich einen Hut auf, um ihn beim kleinen Festakt sogleich vor den beiden Bundesverdienstkreuzträgern symbolisch zu ziehen.

(mei)