Langenfeld: Kita-Kinder geben Josef und Maria eine Herberge

Langenfeld : Kita-Kinder geben Josef und Maria eine Herberge

Im Langenfelder Kindergarten St.Pius gibt es einen besondere Adventskalender.

Die Kinder sind ganz gespannt. Gleich wird jemand ausgelost, der die Josef- und Maria-Puppen zu sich nach Hause mitnehmen darf. Die katholische Kindertagesstätte St. Pius hat dieses Jahr nach eigenen Worten „einen anderen Adventskalender“. Josef und Maria machen sich auf ihren Weg. Sie suchen eine Herberge und die Familien der Kindertagesstätte sind ihre Gastgeber. Die Kinder zeigen den Puppen ihren Alltag und versuchen, ein guter Gastgeber zu sein, erzählt Leiterin Dagmar Enders-Schäfer. „Am liebsten würden alle jetzt schon Gastgeber sein. Auf diese verantwortungsvolle Aufgabe freuen die Kinder sich sehr“, sagt sie.

Ein Vierjähriger aus der Gruppe durfte die beiden schon mit nach Hause nehmen. Er habe Josef und Maria der ganzen Familie vorgestellt, erzählt er. Zusammen seien sie in einen Tierpark gegangen. „Danach waren wir in einem Restaurant essen und die beiden haben Nudeln mit Tomatensoße bekommen.“ Er zeigt auf das Foto. Nick sitzt mit seiner Cousine und Schwester am Tisch. Gegenüber von ihm „sitzen“ die Puppen. Vor ihnen steht ein kleiner Teller mit Nudeln. „Abends habe ich für die beiden einen Kuschelplatz gebaut. Sie haben ein Kopfkissen aus Kuscheltieren und eine eigene Decke bekommen“, sagt er.

Dagmar Enders-Schäfer erzählt: „Die Eltern halten den Besuch von Josef und Maria auf Fotos fest. Diese sammeln wir. Am Ende des Adventskalenders sehen die Kinder, welche Reise Josef und Maria hinter sich haben.“ Die Gastgeberkinder haben dazu die Aufgabe, einen Stern zu basteln. Der hängt dann über der Krippe. Je mehr Sterne sich über der Krippe sammeln, desto weihnachtlicher sieht die Ecke aus und die Kinder wissen, dass Jesus Geburt immer näher rückt, erklärt die Leiterin. Die Kindertagesstätte arbeitet mit den Eltern zusammen. Gemeinsam haben sie den Adventskalender geplant. Wir möchten ihnenden christlichen Grundgedanken näher bringen. Es geht um die Besinnung und den Weg bis zum heiligen Abend“, erzählt sie.

Der Adventskalender beschränkt sich auf das Wesentliche. Die Kinder wertschätzen so die kleinen Dinge mehr, sagt Enders-Schäfer. Der Kalender sei besonders, weil er jeden Tag wächst und am Ende ein weihnachtliches Bild darstellt. „Die Krippe ist noch nicht fertig. Das kommt alles Schritt für Schritt. Maria und Josef haben ja noch einen langen Weg vor sich.“ Dabei zeigt sie auf den vorbereiteten Weg bis zur Krippe.

Mit einem Singabend leiten die Kinder und Großeltern die Adventszeit ein. Gemeinsam singen sie Weihnachtslieder und plaudern. Am 7. Dezember führt die Elterntheatergruppe der Kindertagesstätte ein Stück auf. Angelehnt an die Janosch Geschichte „Komm wir finden einen Schatz“ zeigen die Eltern, dass Geschenke nicht das wichtigste sind, berichtet die Leiterin der Kita. Das Familienzentrum betreut zwei Gruppen. Am 22. November startete die Adventskalender-Aktion im St. Pius KIndergarten. „So kann jedes Kind Josef und Maria eine Herberge schenken“, erklärt sie.