1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Langenfeld: Katholiken hissen Regenbogen-Fahnen für Solidarität

An allen Langenfelder Kirchorten : Katholiken hissen Regenbogen-Fahnen für Solidarität

An allen Kirchorten in der katholischen Gemeinde St. Josef und Martin werden in den nächsten Tagen Regenbogen-Flaggen gehisst. Das kündigt der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Thomas Antkowiak an.

„Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand haben sich dazu entschlossen, so Antkoowiak“, „nachdem ein Initiativkreis von Gemeindemitgliedern mit einen Offenen Brief an den Kölner Erzbischof drängende Fragen in der Kirche angesprochen hatte.“ Eine erste solche Fahne hängt vor dem Jugendheim St. Josef, auf der rückwärtigen Seite der Pfarrkirche.

„Der Regenbogen gilt weltweit als Zeichen der Solidarität und der Wertschätzung“, betont Antkowiak. Er sei Symbol des Friedens, des Aufbruchs, der Veränderung und der Verständigung. „Die Fahnen sollen auch in unserer Stadt und an unseren Kirchen zeigen, dass homosexuell liebende Menschen in unseren Kirchen und in unserer Gemeinde willkommen sind.“ Nach Ansicht der für die Aktion Verantwortlichen bringen die Regenbogen-Fahnen Dankbarkeit und Respekt für alle Menschen guten Willens unabhängig von ihrer Sexualität zum Ausdruck.

„Mit dem Zeichen wollen wir auch auf die Erklärung der römischen Glaubenskongregation vom 15. März reagieren“, fährt Antkowiak fort, „nach der es in der katholischen Kirche grundsätzlich nicht möglich ist, homosexuelle Paare zu segnen.“ Das Zeichen des Regenbogens stehe auch für den Einsatz derjenigen, die sich für die Rechte nicht-heterosexueller Menschen einsetzen.

In der Gemeinde St. Josef und Martin werden nach Antkowiaks Worten in den nächsten Monaten Gesprächsmöglichkeiten zu den verschiedenen Themen des Synodalen Weges angeboten.

(mei)