Langenfeld ist in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte

Wochenkolumne : Ausgezeichnet: Es soll sich etwas für die Radler tun

Große Dinge kündigt das Rathaus für Montag an: Landesverkehrsminister Hendrik Wüst wird Bürgermeister Frank Schneider die Urkunde für die Aufnahme Langenfelds in die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte in NRW überreichen.

Eine Expertenkommission dieser AGFS hatte sich die Situation in Langenfeld angeschaut und die Aufnahme befürwortet. Zu dem bislang ausgewählten Kreis von 100 Städten und Kreisen zu gehören ist einerseits eine gewisse Auszeichnung, anderseits eine gehörige Verpflichtung. Zumal dann, wenn es wie in Langenfeld für eine wahre Fahrradfreundlichkeit noch viel zu tun gibt. So sind etwa ausgewiesene Fahrradstraßen nicht so, wie sie sein sollten. Auf der Wolfhagener Straße sind mit dem Zusatz „Anlieger frei“ allzu viele Autos unterwegs – vermutlich etliche davon unberechtigt. Und auf der Reusrather Straße ist verbotswidrig ebenso Schleichverkehr unterwegs. Ein weiteres Problem: In der City gibt es deutlich zu wenig Stellplätze für Fahrräder. Das zeigt sich besonders krass am Wochenmarktsfreitag. Zudem sind manche Fahrradständer suboptimal, wie etwa die Felgenkiller an der Markthalle oder auch die fürs Abstellen und Abschließen problematischen Bügel vor Kulturzentrum, Kino und Kirche St. Josef. Allein die zu erwartenden zusätzlichen Stellplätze an der umgebauten Solinger Straße reichen nicht! Die größte Baustelle mit Blick auf die Fahrradfreundlichkeit Langenfelds ist indes die oft schwer erkennbare, oft vollkommen unklare Wegeführung für die Radler. Das gilt vor allem an jenen Straßen, auf denen Radler Jahrzehnte lang auf dem Bürgersteig fahren durften und die „Radfahrer-frei“-Zusatzschilder plötzlich abmontiert wurden.

Wenn sich hierfür über die Mitgliedschaft in der AGFS Denkanstöße und Verbesserungen ergeben, dann ist dieser neue Status Langenfelds im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet.

(mei)
Mehr von RP ONLINE