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Langenfeld: Israelische Flagge vor dem Rathaus

Am 12. Mai : Israelische Flagge vor dem Rathaus

Hintergrund ist der Beginn der diplomatischen Beziehungen 1965. Langenfeld verbindet eine langjährige Freundschaft mit der israelischen Stadt Kiriat Bialik.

Die Stadt Langenfeld beteiligt sich an dem bundesweiten Aufruf der Deutsch-Israelischen Gesellschaft mit dem Titel „Deutschland zeigt Flagge“ und wird am Mittwoch, 12. Mai,  das israelische Banner am Rathaus hissen. Hintergrund der Kampagne ist die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen von Israel und Deutschland am 12. Mai 1965, sagt Stadtsprecher Andreas Voss.

Auch Langenfeld verbinde eine langjährige Freundschaft mit der israelischen Stadt Kiriat Bialik. Damit setzten die Menschen beider Städte ein Zeichen gelebter Völkerverständigung und engagieren sich dafür, die Beziehungen beider Völker zu fördern und zu intensivieren. Das Hissen der israelischen Flagge ist auch aus Sicht von Bürgermeister Frank Schneider eine notwendige Botschaft gegen den in Deutschland und Europa wachsenden Antisemitismus – als ein Zeichen der Freundschaft mit Israel. „Unsere Gedanken sind dabei auch bei den Opfern und ihren Angehörigen des tragischen Unglücks in Israel am jüdischen Feiertag Lag Baomer“, so Frank Schneider. In Langenfeld lebten  etwa 40 Bürger jüdischen Glaubens.

  • Archivbild.
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Das am 12. Mai vor dem Rathaus sichtbare Zeichen gegen Antisemitismus sei auch ein Start-Impuls für die im Laufe dieses Jahres intensive Beschäftigung mit dem jüdischen Leben in Deutschland, sagt Andreas Voss. Das werde bundesweit und auch in Langenfeld gefeiert. So werde das Kulturbüro im vierten Quartal einen Schwerpunkt zum Thema Antisemitismus setzen. „Wir planen beispielsweise einen Workshop, mit dem wir vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen möchten, sich kritisch mit antisemitischen Erscheinungsformen auseinanderzusetzen, diese zu entlarven und ihnen präventiv zu begegnen“,  teilt die Leiterin des Kulturbüros, Dr. Hella Sabrina Lange, mit. Im Dialog mit den Kirchen werden auch die Kulturinstitute weitere Veranstaltungen  anbieten.