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Langenfeld Industrieverein tauscht sich in Videokonferenz aus

Langenfeld Industrieverein : Industrieverein tauscht sich in Videokonferenz aus

Am Mittwoch berichten Michaela Noll und Claudia Schlottmann über mögliche Lockerungen der Auflagen.

(mmo/og) Der Vorstand des Langenfelder Industrievereins tauscht sich aufgrund der Corona-Krise mittels Video-Konferenz aus. Die ersten Versuche im Vorstand waren so ermutigend, dass Vorsitzender Gerhard Witte alle Vereinsmitglieder einlud, an einer Konferenz mit Bürgermeister, Stadtkämmerer Sparkassenchef, Steuerberater, Wirtschaftsförderung, Arbeitsagentur teilzunehmen, um aus erster Hand Infos zu erhalten und Fragen zu stellen. Fast 70 Teilnehmer wählten sich ein, ein halbes Dutzend folgte dem rund einstündigen Austausch per Telefon. „Die Anzahl entspricht in etwa den üblichen Teilnehmern, es waren sogar von Gästen, die wir kaum bei unseren Stammtischen sehen“, zeigte sich Witte überrascht von der großen Beteiligung.

Bürgermeister Frank Schneider beschrieb die lokale Situation, Zahl der Erkrankten und Quarantänepflichtigen und die sich immer wieder verändernden Regelungen für den Einzelhandel. Dirk Abel, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse, beantwortet spezielle Fragen zu den KfW-Mitteln, die man auch vorsorglich beantragen kann, um sie gegebenenfalls einzusetzen. Deutlich wurde, dass nicht alle Banken mit dem Thema „Bürgschaft“ einheitlich umgehen. Steuerberater Jörg Wiel warnte vor einem zu frühen Antrag auf Stundung von Sozialbeiträgen, wenn nicht tatsächlich eine von Corona verursachte finanzielle Notlage vorliegt, Stichwort: Subventionsbetrug. Stadtkämmerer Thomas Grieger lagen etwa 25 Stundungsanträge über rund 300.000 Euro Gewerbesteuer vor, aber „das wird deutlich mehr, nächster Steuertermin ist erst im Mai“, so Grieger. Primär sind die Steuerberater mit dem Kurzarbeitergeld beschäftigt. Karl Tymister, Chef der Bundesagentur Mettmann, machte deutlich, dass auf Kurzarbeitergeld ein Rechtsanspruch besteht, „die Mittel sind nicht begrenzt“.

In der Fragerunde dreht es sich primär um die Situation des örtlichen Einzelhandels und dessen in allen sozialen Kanälen kommunizierten Bemühungen, Kunden durch Außer-Haus-Verkauf zu halten. Der Wunsch, über eine städtische Plattform solche Infos weiterzugeben, ist bei der Stadt angekommen und in Arbeit. Die von der Wirtschaftsförderung angestrebte Erweiterung des „Stadtschlüssels“ ziele in genau diese Richtung. Die letzte Frage galt der Lebensmittelversorgung. „Alles ist ausreichend vorhanden“, so Heinz Hövener, Eigentümer der beiden Edeka-Frischemärkte.

die zweite Videokonferenz ist für Mittwoch, 15. April, ab 18.30 Uhr geplant. Dauer: bis ca. 19.30 Uhr, kündigt Witte an. Michaela Noll (MdB, CDU) informiert über einen potenziellen Wiederanlaufplan und berichtet – soweit möglich – von der Sitzung der Ministerpräsidenten und der Bundesregierung. Claudia Schlottmann (MdL, CDU) berichtet über Unterstützung und Aktionen des Landes NRW und mit welchen Hilfen für Langenfelder Unternehmen zu rechnen sei. Frank Schneider wird zur aktuelle Lange in Langenfeld informieren und Stadtkämmerer Thomas Grieger und Wirtschaftsförderer Thomas Zacharias werden sich zuschalten, um Fragen zu beantworten. Andreas Wrubel, Deutsche Bank Firmenkunden, gibt Updates über die Fördermaßnahmen.