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Langenfeld: Im Freibad ist zum Saisonstart ab Montag der Eintritt frei

Ab Montagnachmittag geöffnet : Im Langenfelder Freibad ist zum Saisonstart der Eintritt frei

Am Montag um 14.30 Uhr startet die Freiluftsaison in den Schwimmbecken an der Langforter Straße. Es gelten coronabedingt etliche Beschränkungen. Tickets müssen online gebucht werden. Vorerst sind sie gratis.

Die Ferien haben begonnen und Daheimgebliebene können ab Montag ins Freibad abtauchen – und das sogar gratis. Die Corona-Krise prägt den Saisonstart an der Langforter Straße. „Es dürfen sich dort maximal 500 Besucher gleichzeitig aufhalten“, sagt Kristin Erven-Hoppe vom Bäderbetreiber Sportgemeinschaft Langenfeld (SGL). Die Riesenrutsche und die Wassersprudler sind nicht nutzbar, hinzu kommen coronabedingt weitere Einschränkungen des Badespaßes. Erfreulich für die Besucher indes: „Zum Saisonstart und in den ersten Tagen danach ist der Eintritt frei“, sagt die SGL-Sprecherin. Ein vorab online gebuchtes Ticket als Ausdruck oder auf dem Smartphone sei indes Pflicht (siehe Infobox).

Wegen der Schutzbestimmungen in der Pandemie müssen laut Bürgermeister Frank Schneider gewohnte Abläufe im Freibad verändert werden. Zur möglichen Nachverfolgung von Kontakten im Falle einer Infektion sei eine namentliche Buchung vorab unbedingt erforderlich. Dieses fürs Bad neue Buchungssystem werde stufenweise eingeführt. In der Startphase können Besucher zwar die fünfstündigen Badezeiten (8-13 oder 14.30-19.30 Uhr) für sich reservieren, das Bezahlsystem ist aber laut Erven-Hoppe noch nicht einsatzfähig. „Die Neueinrichtung ist sehr kompliziert und das System muss reibungslos funktionieren, damit es keine falschen Abbuchungen und Reklamationen gibt.“ Bis dahin geht es also für lau ins Freibad.

Für ein Einbahnstraßensystem sind viermal zwei Bahnen voneinander abgetrennt.  Foto: Rheinische Post/Stephan Meisel (mei)

Das 50 Meter lange Sportbecken sowie das daneben liegende Springerbecken sind von Grund auf saniert worden und stehen bereit. Das Schwimmerbecken ist durch Leinen in vier lange Streifen unterteilt, in denen von Beckenrand zu Beckenrand jeweils gegen die Uhrzeigerrichtung zu schwimmen ist. Coronabedingt bleiben wegen des Übertragungsrisikos durch Aerosole im Nichtschwimmerbecken die Wassersprudler aus und zudem die spritzende Riesenrutsche gesperrt.

Maskenpflicht besteht an den Umkleiden. Foto: Rheinische Post/Stephan Meisel (mei)

Die beiden für Kleinkinder komplett neu gebauten und durch eine Minirutsche verbundenen Planschbecken aus Edelstahl sind noch nicht fertig. Am Freitag war auf der abgesperrten Bäder-Technikchef Bernd Münten zugange. Er geht davon aus, dass die neue Attraktion für die jüngsten Besucher etwa Ende Juli bereits sein wird. „Die Technik ist so gut wie fertig. Der Edelstahlboden muss noch rein, dazu die Masten mit dem Sonnenschutzsegel.“ Danach werde ringsum gepflastert und Rollrasen verlegt. Coronabedingt wird die Badezeit auf täglich zweimal fünf Stunden für zunächst bis zu 500 Besucher begrenzt. „Auf diese Weise können wir die Einhaltung der geforderten Mindestabstände auf der Wiese und insbesondere im Wasser sicherstellen“, erläutert SGL-Vorstand Martin Bock. Und in der besucherfreien Zeit zwischen 13 und 14.30 Uhr würden die vorgeschriebenen Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten erledigt. Dieses Konzept von SGL und Stadtentwicklungsgesellschaft habe das Gesundheitsamt bewilligt.

Das neue Planschbecken ist noch im Bau. Es soll etwa Ende Juli nutzbar sein. Foto: Rheinische Post/Stephan Meisel (mei)

Der Zugang zum Freibad erfolgt in diesem Jahr nach Erven-Hoppes Angaben über die Zufahrt an der Langforter Straße. „Beim Betreten des Geländes und in ausgewiesenen Bereichen etwa bei den Umkleiden herrscht Maskenpflicht.“ Zur Einhaltung der Hygieneregeln stünden zudem Desinfektionsspender bereit. „Und im Schwimmerbecken wird das Personal auf die Einhaltung der Einbahnstraßenregelung achten.“ Auf den Liegewiesen gibt es laut Erven-Hoppe vorerst keine Abstandsmarkierungen. „Das Gelände ist weitläufig genug, so dass alles gut hinhauen müsste.“ Die SGL hoffe und vertraue auf die Vernunft der Besucher. „Bei zu große Gruppen muss aber unser Personal einschreiten.“