1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Langenfeld: Hundesteuer wird teils erhöht, teils noch aufgeschoben

Hundesteuer : Hundesteuer soll noch nicht für alle erhöht werden

Eine von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Erhöhung der Hundesteuer ist für Halter eines einzigen Hundes vertagt worden. Nach dem Vorschlag von Steueramtsleiter Andreas Scholz sollte sie von 90 auf 110 Euro angehoben werden.

(mei) „Dieser seit 20 Jahren unveränderte Betrag  ist der niedrigste unter allen zehn Städten im Kreis Mettmann“, sagte Scholz im Haupt- und Finanzausschuss. „Und in dieser Zeit hat sich die Zahl der Hunde in Langenfeld von 2698 auf aktuell 3983 um fast die Hälfte erhöht. Die Hundesteuer soll auch eine Lenkungsfunktion haben.“ Doch die Ausschussmehrheit hielt die Erhöhung mit Blick auf die Corona-Pandemie gegenwärtig für falsch.

„In einer Phase, wo die Menschen ihre Kontakte reduzieren sollen, wäre das gerade für einsame Langenfelder ein problematisches Signal“, befand Dr. Günter Herweg (Grüne). Er schlug vor, erst in einem halben Jahr über solch eine Erhöhung abzustimmen, befürwortete indes die von Scholz vorgeschlagenen  Erhöhungen für die Halter von zwei Hunden (statt 108 nun 138 Euro pro Tier), drei und mehr (statt 126 nun 151 Euro pro Tier) sowie gefährlichen Hunden (statt 900 nun 950 Euro). BGL, SPD und FDP schlossen sich diesem Änderungsantrag an.  Allein die CDU war gegen den zeitlichen Aufschub für die Halter eines Hundes.