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Langenfeld: Hobbygärtner nutzen Abholung von Grünschnitt in allen Ortsteilen

Langenfeld : Hobbygärtner nutzen Abholung rege

So wie am Reusrather Platz standen am ersten von vier Samstagen in allen Ortsteilen Container für Grünschnitt bereit.

Auf dem Reusrather Platz sind am Samstag auffallend viele Autos geparkt. Menschen, die große Säcke hinter sich her schleifen, die Arme voller Zweige haben und Körbe voller Blätter herantragen, haben sich um den mächtigen Container versammelt, der schon  zu Dreiviertel voll ist. „Das ist bereits der dritte Container“, verrät Jakob Weber vom Städtischen Betriebshof Langenfeld, der die Grünschnitt-Abgabe hier überwacht.

Dabei ist es erst 11 Uhr. Und bis 13.30 Uhr sind die Bürger eingeladen, Grünschnitt und Blätter abzugeben. „Ich hoffe, dass ich noch einen weiteren Container bekommen werde“, sagt Weber.

Es ist ein besonderer Service der Stadt Langenfeld. An vier Samstagen – in diesem Jahr sind es die beiden letzten Samstage im Oktober und die beiden ersten im November – stellt sie in allen Ortsteilen  Container auf und holt den dort hineingeworfenen Grünschnitt späger ab. So müssen die Bürger aus den Ortsteilen nicht extra zu den entfernten Annahmestellen an der Industriestraße oder der Hansastraße fahren.

„Ich bin heilfroh, dass die hier sind“, meint Marion Reisinger. Sie wohnt nicht weit vom Reusrather Platz entfernt. „Ich habe nur ein Fahrrad und kein Auto“, erzählt sie. Ihr Garten sei zwar nur etwa 18 Quadratmeter groß. Doch es sei eine Menge an Laub und Grünschnitt angefallen. „Ich habe gesammelt und die Säcke gestapelt.“ Vor allem Moos, das sie ausgerissen hat, aber auch Heckenschnitt hat die Reusratherin an diesem Vormittag auf ihrem Fahrrad zum Container gefahren. „Beim nächsten Mal kommen die größeren Sachen. Ich habe nämlich auch Büsche weggemacht.“

Bis 10 Zentimeter Durchmesser dürfen die Gehölze haben. „Alles, was größer ist, gilt als Brennholz“, sagt Jakob Weber. Vor allem Grünschnitt wird am ersten Sammeltag abgegeben. „Das ist meine vierte Fuhre“, sagt Theodor Schmidt, der wirklich jede freie Ecke seines Autos vollgeladen hat. „Das Haselnuss-Zeugs wächst wie verrückt“, meint er. Aber nicht nur Haselzweige fallen auf seinem 1.000 Quadratmeter großen Grundstück an. Wenn man älter wird, werde ein großer Garten zur Belastung. „Ich bin dankbar, dass wir das hier abfahren dürfen.“ Alle vier Samstage nutze er die Möglichkeit, seine Gartenabfälle am Container abzugeben. Und in diesem Jahr bringen die Leute besonders viel Grünschnitt. „Die Leute, die einen Garten haben, haben viel Schnitt“, weiß Jakob Weber. Seine Frau Heike, die zur Unterstützung ihres Mannes mitgekommen ist, ist sich sicher: „Nächste Woche geht es mit dem Laub los.“ Die Bäume beginnen gerade, es zu verlieren.

Was geschieht mit den vollen Containern? „Das wird alles gehäckselt“, erklärt  Weber und Theodor Schmidt weiß: „Das gibt den besten Kompost.“ Den können sich die Langenfelder Bürger beim Betriebshof abholen und wieder in ihre Gärten streuen. So bleibt der natürliche Kreislauf bestehen.

Die Stadtverwaltung bittet, die Container ausschließlich zu den Öffnungszeiten (jeweils  8.30  bis 13.30 Uhr) zu nutzen und nicht vorher oder nachher Grünabfälle neben die Container abzulagern.