Langenfeld hat seine erste Schützenkaiserin

Frauenpower: Langenfeld hat seine erste Schützenkaiserin

Frauenpower beim SV 1834: Auch im Nachwuchsbereich hat der Verein jetzt Repräsentantinnen.

Den Vogel hat sie nicht abgeschossen – aber das ist auch gar nicht nötig beim Schützenverein Langenfeld 1834. Denn der SV ermittelt seine Majestät als einzige Schützengemeinschaft in der Posthorn-Stadt mit einer „verdeckten Liste“. „Wie viele Anwärter draufstehen, das ist Betriebsgeheimnis“, sagt der Vereinsvorsitzende Karsten Fröhlich. So auch diesmal. Das Besondere im 185. Jahr des SV Langenfeld: Der neue König ist eine Kaiserin. Ulrike Schönthal heißt sie und ist die erste Schützenkaiserin in der Geschichte der Stadt überhaupt.

Kaiserin ist die 59-Jährige deshalb, weil sie 1999 schon Königin war – fünf Jahre, nachdem der SV Langenfeld erstmals eine Königin gekürt hatte. Dass Ulrike Schönthal nun schon zum zweiten Mal Repräsentantin der 1834er ist, dürfte kein Zufall sein. Denn die kaufmännische Angestellte ist erfolgreiche Sportschützin. Sowohl in der Disziplin Luftgewehr wie auch Kleinkaliber hat sie schon an Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Für ihren 60. Geburtstag hat sich Ulrike Schönthal unter anderem gewünscht, ihn als Kaiserin zu feiern.

Das gestrige Schießen auf der Anlage am Schützenheim Langforter Straße war vergleichsweise kurz. Nach dreieinhalb Stunden waren sämtliche Repräsentanten ermittelt. Oder besser: sämtliche Repräsentantinnen. „Diesmal hatten wir Frauenpower“, freut sich Schützenchef Fröhlich. Jungprinzessin wurde seine Tochter, Saskia Fröhlich (22), Schülerprinzessin Lilly Kiesewalter (12).

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Den Vogel beim Königsschießen holte übrigens wiederum eine Fröhlich herunter: Beatrix (53), die Gattin des Vorsitzenden.

Begleitet wurde das Schießen von den Bergisch-Rheinischen Musikanten und dem Duft von Erbsensuppe. Am späten Nachmittag folgten noch Auszeichnungen mit den Pfänderorden und Überreichung unter anderem des Pokals „König der Könige“, ehe das zweitägige Schützenfest mit dem Krönungsball im Schießsportzentrum zu Ende ging.