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Langenfeld: Handel startet am Samstag, Schulen am Mittwoch

Corona-Lockerungen in Langenfeld und Monheim : Handel startet Samstag, Schule Mittwoch

Die Inzidenz in Langenfeld und Monheim sinkt wie im gesamten Kreis Mettmann weiter. Auch der Corona-Ausbruch in zwei Velberter Hochhäusern treibt den Wert nicht so in die Höhe, dass die Lockerungen ausbleiben müssen.

Einzelhandel und Schulen bereiten sich auf Lockerungen vor, die bereits in wenigen Tagen greifen könnten – wenn denn die Inzidenz weiter unter den kritischen Werten von 150 (für den Handel) und 165 (für die Schulen) bleibt und nicht durch einen neuen Corona-Ausbruch wieder über diese Werte steigt. Ein Überblick über die wichtigsten Fragen.

Wann öffnet der Einzelhandel wieder?

Rein rechnerisch können die Geschäfte am Samstag wieder öffnen. „Wir erwarten eine entsprechende Allgemeinverfügung am Donnerstag“, erklärte ein Kreissprecher. Diese ist notwendig, um offiziell festzustellen, dass die Inzidenz im Kreis Mettmann stabil unter einem Inzidenz-Wert von 150 liegt. Erst danach können Lockerungen verkündet werden. In Langenfeld stellen sich die Ladenbesitzer bereits auf „Click & Meet“ ein. Sabine Kolodzinsky (Buchhandlung Langen am Marktplatz) freut sich, wieder Kunden im Geschäft beraten zu können. Auch wenn sie nicht glaubt, dass der große Ansturm kommt. Citymanager Jan Christoph Zimmermann geht davon aus, dass der größte Teil der Inhaber mitziehen wird. Auch wenn es ein kompliziertes Prozedere sei mit Testen, Termin vereinbaren und einkaufen. „Das kann punktuell schwierig sein. Eventuell beließen es einige Händler erst noch bei „Click & Collect“, vermutet er. 

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Welche Regeln gelten dann?

In den Geschäften herrscht Maskenpflicht, und es dürfen sich nur eine an der Quadratmeterzahl orientierte Menge an Kunden im Geschäft aufhalten. Einlass erhält nur, wer einen aktuellen, negativen Coronatest, einen vollständigen Impfschutz oder eine überstandene Infektion nachweisen kann. Es sei schwierig,  den Überblick zu behalten, meint Zimmermann. Und Sabine Kolodzinsky kann sich kaum vorstellen, dass Kunden spontan in ihren Laden am Marktplatz kommen und schnell noch ins Testzentrum gehen. „Wer sich testen lässt, plant an diesem Tag mehrere Termine, damit sich der Aufwand lohnt.“ Auch wenn es bereits seit einigen Wochen Testkapazitäten in der Innenstadt gibt.  

Wann kehren die Schulen zum Präsenzunterricht zurück?

Am Mittwochvormittag hat der Kreis laut eigener Aussage die Allgemeinverfügung erhalten, in der eine stabile Inzidenz unter 165 attestiert wird. „Ab Mittwoch nach Pfingsten können die Schulen wieder in den Präsenzunterricht wechseln“, erklärt ein Kreissprecher – auch wenn die Zahlen wieder moderat stiegen. Das freut nicht nur die Eltern und die Schüler, sondern auch die Lehrer. „Die Schulen verfolgen die Inzidenzen sehr genau“, sagt Carsten Lüdorf, Referatsleiter Schulen und Kindertagesstätten in Langenfeld. Die Grundschulen kennen das Wechselmodell ja schon und sind folglich darauf eingestellt. Es werde für eine Gruppe montags, mittwochs und freitags Unterricht geben, die andere Gruppe lernt dienstags und donnerstags im Klassenraum. Durch Pfingsten und den schulfreien Dienstag hätten sie ein bisschen Luft, um sich vorzubereiten. Auch die weiterführenden Schulen dürfen dann wieder ein Wechselmodell anbieten.

Wann endet das Wechselmodell?

Am Mittwoch hat NRW-Regierungschef Armin Laschet bekannt gegeben, dass alle Schüler ab dem 31. Mai landesweit wieder Präsenzunterricht erhalten. Das gelte für alle Schulformen und bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Unklar war, ob dafür die NRW-Inzidenz oder der lokale Wert als Grundlage dient. „Wir gehen davon aus, dass die Inzidenzen in Kreisen und Städte ausschlaggebend sein werden“, erklärt ein Kreissprecher. Um unter eine Inzidenz von 100 zu fallen, müssten die Neuinfektionen im Kreis Mettmann theoretisch im Durchschnitt auf unter 70 pro Tag zurückgehen. Am Mittwoch waren es 81 Neumeldungen.

Woran liegt der Rückgang der Infektionszahlen im Kreis Mettmann?

„Wir gehen von drei Hauptgründen aus“, erklärt ein Kreissprecher. Die Maßnahmen durch die Bundes-Notbremse mit Ausgangssperre und strengen Kontaktbeschränkungen hätten dazu beigetragen, aber auch die Tatsache, dass immer mehr Menschen geimpft seien. „Außerdem haben sich die Menschen entsprechend verhalten“, sagt er.