Langenfeld Gebrauchte Kinderkleidung Second Hand

Familie und Einkaufen : Hier gibt’s Kinderkleidung aus zweiter Hand

In speziellen Läden finden sich oft Markenklamotten zu günstigen Preisen.

Kinder wachsen schnell. Da kann es gut sein, dass die im Frühjahr gekauften hübschen Sandalen im August schon nicht mehr passen. Oft sind die Schuhgeschäfte dann aber schon auf Herbstmode eingestellt. Second-Hand-Läden bieten auch zum Saisonende meistens noch eine große Auswahl. Anders als die zahlreichen Kindersachen-Börsen verkaufen die Inhaber dort überwiegend sehr gut erhaltene Markensachen.

Mitten im Langenfelder Wohngebiet an der Feldstraße 49 hat Sandra Janott seit Februar 2015 ihren Laden „Sandys Kinderwelt“ mit Second-Hand-Kleidung für Mädchen und Jungen „zu günstigen Preisen“, sagt die 40-jährige Monheimerin. So kostet ein T-Shirt beispielsweise zwei Euro, eine lange Jeans 3,50 Euro, eine kurze Hose zwei bis drei Euro. Für Jacken bezahlen die Eltern vier bis sechs Euro. Auf den Stangen hängen Kleidungsstücke von Größe 50 bis 176. Gebrauchte Sachen seien nachhaltig und enthielten kaum bis gar keine Chemiekalien mehr, zählt Janott die positiven Aspekte auf. Es gibt bei ihr aber auch Schaukelpferde, Laufställe, Fahrräder, Roller und jede Menge DVDs, Bücher und Spiele. Die Mutter von drei Kindern zwischen vier und neun weiß, wie teuer neue Kindersachen sind. „Das hat mich auf die Idee gebracht, solch ein Geschäft zu eröffnen.“

Jede Menge unterhaltsame Gesellschaftsspiele und diverse DVDs – auch das bietet Sandra Janott in ihrem Laden an. Foto: Petra Czyperek

Dass der Laden nicht an einer Haupteinkaufsstraße liegt, sei eher von Vorteil. „Die Kunden wissen, wo sie mich finden“, sagt sie. „Und hier gibt es genug Parkplätze.“ Aus Leverkusen, Leichlingen, Monheim und Langenfeld kämen die Interessenten. Sandra Janott verkauft aber auch übers Internet. Jede Socke, jedes Buch und jeder Schlafsack ist gelistet. Fast 20.000 Teile hat sie in ihrem Bestand. Neben dem 100 Quadratmeter großen Laden verfügt die 40-Jährige im Keller über ein großes Lager. Die Inhaberin nimmt nichts in Kommission, sondern kauft den Müttern Spielsachen oder Kleidung „ohne Flecken, ohne Löcher und frisch gewaschen“ ab. „Mein Bauchgefühl sagt mir, was ich nehmen kann.“ Zwar führt sie den Laden alleine, doch ihr Mann Michael Janott hilft schon mal beim Auf- und Umbau der Regale oder repariert ein Fahrrad für den Verkauf.

Cordula Kuhlmann handelt seit über 20 Jahren mit Second-Hand-Kleidung in den Größen 50 bis 176 und Schuhen in den Größen 16 bis 43. Seit sechs Jahren ist sie mit ihrem Geschäft „Hänsel & Gretel“ an der Hasselsstraße 60 im Düsseldorfer Süden, direkt neben einem Discounter. Das bringt auch Laufkundschaft. Am besten gehen die Größen 74 bis 140. „Wenn die Kinder älter werden, haben sie ihren eigenen Kopf und wollen selber bestimmen.“

Von Größe 50 bis einschließlich Größe 176: In „Sandys Kinderwelt“ in Langenfeld ist die gebrauchte Kleidung gut sortiert. Foto: Petra Czyperek/Petra czyperek

Während der Kindergartenzeit benötigten die Eltern viele Sachen wie Regenkombis und Gummistiefel doppelt. Da helfe Second-Hand-Kleidung enorm, Geld zu sparen. Kuhlmann hat die Sachen in jeder Größe nach demselben Schema sortiert. Erst kommen kurzärmelige Shirts, dann Pullis, Shorts und dann die langen Hosen. „Das ist für die Kunden übersichtlich, und sie müssen nicht lange suchen.“ Monika Lubas kauft für ihren inzwischen fast zwölfjährigen Sohn seit Jahren Anziehsachen bei „Hänsel + Gretel“. „Das Geschäft in Hassels ist groß, übersichtlich, gut sortiert und führt qualitativ hochweritge Ware“, lobt die Langenfelderin das Angebot.

Inhaberin Cordula Kuhlmann sortiert neue Ware im Second-Hand-Laden „Hänsel & Gretel“ in Düsseldorf-Hassels ein. Foto: Petra Czyperek

Anders als Sandra Janott verkauft Cordula Kuhlmann die Ware in Kommission. „Ich habe 1500 so genannte Bring-Kunden“, sagt sie. Sie kommen überwiegend aus Düsseldorf, Grevenbroich, Leverkusen, Wuppertal, Hilden und Langenfeld. Sie liefern die zu klein gewordenen Blusen und Jeans ihrer Sprösslinge ab – und nehmen oft andere Anziehsachen wieder mit.

Die Inhaberin nimmt bevorzugt Markenware wie beispielsweise Esprit, Tom Tailer, Benetton, Jack Wolfskin oder H + M. Nach maximal drei Monaten wird aussortiert. Was nicht verkauft wurde, geht zurück. Auch sehr gut erhaltene Bilder-, Kinder- und Jugendbücher, die sie für ein Drittel des Neupreises verkauft, sind gefragt. Kuhlmanns Sortiment umfasst auf 120 Quadratmetern (inklusive Lager) neben Kleidung und Spielen auch Kindersitze, Babyschalen, Reithelme und -hosen.

Second-Hand-Läden für Kindersachen gibt es eher in großen Städten als in Mittelzentren. Pofines Kinderlädchen in Ratingen-Hösel beispielsweise, das auch eine Second-Hand Abteilung hatte, gibt diese jetzt auf und strukturiert das Geschäft um, berichtete eine Mitarbeiterin.

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