Langenfeld/Monheim: Langenfeld folgt Monheim bei digitalem Fahrradverleih

Langenfeld/Monheim: Langenfeld folgt Monheim bei digitalem Fahrradverleih

Langenfeld springt bei dem in Monheim geplanten digitalen Fahrradverleih auf den Gepäckträger. Im Bau- und Verkehrsausschuss beschlossen die Politiker einstimmig, an beiden Langenfelder S-Bahnhöfen - wie aus der Nachbarstadt gewünscht - jeweils entsprechende Flächen für Verleihstationen bereitzustellen. Zudem sollen im Langenfelder Stadtgebiet Standorte für eigene Stationen gesucht werden.

In der Sitzung gab es viel Lob für die Initiative in Monheim, wo zunächst 31 Stationen entstehen und ab Herbst getestet werden sollen. Weil die Nachbarstadt ein eigenes System aufbaut und nicht auf bekannte Anbieter wie Nextbike zurückgreift, ist nach Angaben des Langenfelder Verkehrsplaners Franz Frank eine Erweiterung über die Ortsgrenze hinweg möglich. "Sie haben uns angeboten, mitzumachen", berichtete er im Ausschuss. Zwar sei der digitale Fahrradverleih für mittelgroße Städte noch nicht erprobt, könnte aber Bürger und Berufspendler ansprechen. Zudem trage er im Sinne des kürzlich beschlossenen Langenfelder Mobilitätskonzepts zum Klimaschutz bei. Frank: "Die Kosten für die Errichtung einer kleinen Station inklusive neun Fahrrädern beläuft sich auf etwa 40.000 Euro."

"Monheim ist beim Thema Radfahren weiter, Langenfeld muss zum Jagen getragen werden", merkte Johannes Spieth (Grüne) an. Wie er befürworteten auch die Sprecher der anderen Fraktionen den Verwaltungsvorschlag. Indes lehnte die Ausschussmehrheit von CDU und FDP den ebenfalls aus Monheim angetragenen Wunsch ab, die dort vorangetriebene Verbesserung des Busangebots in Langenfeld aufzugreifen und den Takt auf den Linien 777, 790, 791 und SB78 zu verdichten sowie abends zu verlängern.

(mei)