1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Langenfeld Flüssigsauerstoff von Caire Medical

Lokale Wirtschaft : Flüssigsauerstoff aus Langenfeld

Caire Medical vertreibt Geräte für chronisch Erkrankte. Mit dem neuen Standort in Immigrath ist die Firma zufrieden.

Mit Caire Medical ist seit kurzem ein international agierendes Medizinunternehmen an der Arnold-Höveler Straße angesiedelt. In der zuletzt von Kisten Jansen genutzten 3800 Quadratmeter großen Halle lagern in hohen Regalen Sauerstofftherapiegeräte, die – in den USA gefertigt und nach Deutschland geflogen – hier von etwa 30 Mitarbeitern auf die sehr speziellen, weil unterschiedlichen Bedürfnisse Erkrankter konfiguriert werden.

Auch Reparaturen und die Befüllung für die Reparatur mit Flüssigsauerstoff erfolgen in der Halle. Ebenso der Handel mit den Geräten in ganz Europa. Nicht Einzelkunden sind die Endnutzer, sondern Großhändler für Heimbehandlungsbedarf. Die Geräte sind lebensnotwendig für Menschen, die wegen eines chronischen Sauerstoffmangels dauerhaft – mindestens 16 Stunden täglich – zusätzlich Sauerstoff aufnehmen müssen, zum Beispiel COPD-Patienten (siehe Info), bei denen trotz maximaler Therapie mit Medikamenten und anderen Behandlungsverfahren dauerhafter Sauerstoffmangel besteht.

„Der Umzug aus Wuppertal war eine echte Herausforderung, denn wir wollten und konnten den Handel nur zwei Tage unterbrechen“, sagt Heidi Kewitz. Die Betriebsleiterin zeigt sich im Gespräch rückblickend zufrieden, auch wenn der ursprüngliche Zeitplan nicht eingehalten werden konnte und einige Handwerker länger als zunächst vorgesehen in den Büroräumen werkelten. „Jetzt sind wir angekommen“. Vom neuen Standort ist Kewitz sehr angetan, nicht nur wegen der verkehrsgünstigen Lage mit unmittelbarer Autobahnanbindung. „In Wuppertal saßen wir in einem echten Industriegebiet, hier haben wir Geschäfte in der Nähe und angenehme Pausen-Möglichkeiten.“

Kürzlich gab es bei Caire Medical einen weiteren Grund zum Feiern: Vor genau zehn Jahren wurde das Unternehmen in Deutschland gegründet. Heidi Kewitz war schon damals dabei. Eigentlich suchte sie nur einen Job, um die Zeit bis zum Studienbeginn an der Sporthochschule zu überbrücken. Aber es gefiel ihr so gut, dass sie blieb. Nach der kaufmännischen Arbeit lernte sie alle anderen Abteilungen kennen, jetzt ist sie Betriebsleiterin und die Chefin vor Ort.

Die Zentrale des internationalen Konzerns hat in Atlanta in den USA ihren Sitz. Laut Kewitz zählt er bei Sauerstofftherapie-Geräten zu den Weltmarktführern. Aber auch nach Japan geht der Blick, denn die amerikanische Muttergesellschaft wurde unlängst vom Zündkerzen-Konzern NGK, einer japanischen AG, aufgekauft.