Langenfeld Evangelische Kirche sucht Presbyteriums-Kandidaten

Mitmachen : „Wir stehen vor wichtigen Personalentscheidungen“

Die Evangelische Kirche wählt ihr Presbyterium neu. Bei der Gemeindeversammlung im November stellen sich die Kandidaten vor.

In den evangelischen Gemeinden werden am 1. März 2020 neue Leitungsgremien gewählt – so auch in Langenfeld. Entsprechend sucht die Kirche interessierte Protestanten, die sich für das verantwortungsvolle Amt des Presbyters zur Verfügung stellen. Pfarrerin Annegret Duffe aus Reusrath, Vize-Vorsitzende des Presbyteriums, weiß, was dessen Mitglieder zu tun haben.

Was macht Ihnen Spaß im Presbyterium?

Eine der drei evangelischen Kirchen in Langenfeld: die Lukaskirche. Foto: RP/Evangelische Kirchengemeinde Langenfeld (Rhld.)

Duffe Im Presbyterium organisieren wir die personelle und finanzielle Basis des praktischen Gemeindelebens. Mir macht alles Spaß, wenn kluge Leute zusammenarbeiten und durch ihre Einigkeit Gemeinde zukunftsfähig wird. Die Ideen, die Kraft und der Einsatz der ehrenamtlichen Presbyterinnen und Presbyter beeindrucken mich als Pfarrerin sehr. Eine erfahrene Presbyterin, die aus Altersgründen ausscheiden wird, sagte, wie sehr sie die  reichhaltigen Erfahrungen mit Menschen schätzt, die Herausforderung bei der Gremienarbeit, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben und das Miteinander.

Wie werden die Presbyteriumswahlen vorbereitet?

Aus Felsgestein: die Erlöserkirche an der Hardt. Foto: RP/Evangelische Kirchengemeinde Langenfeld (Rhld.)

Duffe Gemeindemitglieder ab 18, die sich für das Presbyteramt interessieren, sollten sich bis Ende September melden, um im Gemeindebrief vorgestellt werden zu können. Aber auch bei der Gemeindeversammlung am Sonntag, 10. November, können sich noch weitere Personen zur Wahl stellen. Die Wahl selbst ist erst am 1. März 2020. Bis dahin werden wir allen Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen schicken und hoffen, dass sich viele mit ihrer Stimme beteiligen. Wenn Presbyterinnen und Presbyter wissen „da stehen viele Leute hinter mir“, stärkt sie das  in dem nicht immer einfachen Dienst.

Welche Kompetenzen sollen Kandidaten mitbringen?

Die älteste: die Martin-Luther-Kirche in Reusrath. Foto: RP/Evangelische Kirchengemeinde Langenfeld (Rhld.)

Duffe Das Presbyteramt ist das Richtige für Leute, denen die Gemeinde und ihre Entwicklung am Herzen liegen. Erfahrungen etwa aus dem Berufsleben sind bei vielen Themen sehr hilfreich, ebenso gesunder Menschenverstand und die Bereitschaft, auch vermeintlich „dumme” Fragen zu stellen. In einer großen Gemeinde gibt es viele Sichtweisen und Interessen, auch gegensätzliche. Da ist oft auch Geduld gefragt, die Bereitschaft, sich in andere Sichtweisen hineinzuversetzten und Kontroversen auszuhalten.

Wie viel Zeit erfordert das Amt?

Duffe Neben den etwa monatlich stattfindenden Sitzungen ist auch Zeit für das Lesen von Sitzungsvorlagen und Protokollen einzuplanen. Jede Mitarbeit in einem weiteren Ausschuss oder in einer Beauftragung bringt weiteren Zeitaufwand mit sich.

Was sind die Herausforderungen der nächsten Zeit?

Duffe Viel Alltagsarbeit, aber auch Besonderheiten: Das neue Presbyterium wird sich auf die Neueröffnung der Johanneskirche vorbereiten. An der Stettiner Straße in der Stadtmitte bauen wir ja bis  2021 ein neues Gemeindezentrum, dessen Ausstattung und Gemeindearbeit das neue Presbyterium beraten wird. Durch absehbare Ruhestände sind auch wichtige Personalentscheidungen zu treffen. Wir werden uns weiterhin mit einer schwierigen Finanzsituation auseinandersetzen müssen.

Weitere Infos gibt es im Gemeindebüro, Hardt 23, Telefon 02173 92770, www.kirche-langenfeld.de.

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