Langenfeld Digital-Minister lobt Prismaschule

Langenfeld Ministerbesuch : Digital-Minister lobt Prismaschule

Bürgermeister Frank Schneider hatte Andreas Pinkwart eingeladen, sich vor Ort ein Bild zu machen.

 Andreas Pinkwart ist ein interessierter Zuhörer. Der NRW- Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie lauscht den Erklärungen der  Prisma-Schüler,  die ihm Anwendungen auf ihren Laptops zeigen. Seit Eröffnung arbeitet die Gesamtschule mit modernen digitalisierten Systemen. „Alle Geräte sind miteinander vernetzt. Der Lehrer kann von jedem Schüler die erarbeiteten Materialien einsehen und sie auf dem Whiteboard wiedergeben“, erklärt Schulleiter Raoul Schlösser dem Minister.

Die so genannten „Whiteboards“ ersetzen die Kreidetafeln von früher. Auf ihnen kann der Lehrer zwar auch mit einem Edding schreiben, aber  meistens wird der Unterrichtsstoff   digital übertragen.

An drei Tischgruppen zeigen 16 Schüler aus unterschiedlichen Jahrgängen, wie sie gemeinsam mit den neuen Laptops ihre Schulaufgaben meistern. Die Zehntklässler arbeiten schon seit Sommer 2014 ausschließlich mit den bereitgestellten Medien und digitalen Endgeräten. Die Schüler können sich auch gegenseitig helfen: In Nordrhein-Westfalen haben sie die Möglichkeit, sich zu „Medienscouts“ ausbilden zu lassen. Sie erwerben dabei Kompetenzen im Umgang mit digitalen Anwendungen  und können diese anderen Schülern vermitteln. Laut Prismaschule würden sie so zu „Multiplikatoren der digitalen Bildung“ werden. Des Weiteren unterstützen Kooperationspartner wie das Start-up „Scobees“ mit Beratungen und Lernprogrammen die Prismaschule, um beim Aufbau der digitalen Lernstruktur zu helfen.

Andreas Pinkwart ist begeistert von den neuen, vernetzten Systemen, benennt aber auch bestehende Probleme: „Die Schulen der Stadt Langenfeld und Umgebung sind nur ein Beispiel dafür, welche Möglichkeiten die Digitalisierung bietet. Das NRW-Konzept ist gut und fortschrittlich. Dennoch stehen viele andere Schulen noch vor der Schwierigkeit, ihre Einrichtungen digital umzugestalten.“

Besonders ältere Schulen hätten es schwer, ihre Strukturen auf den neusten Stand zu bringen. Pinkwart appelliert auch an Eltern: „Es ist eine gesellschaftliche Herausforderung. Nicht nur Lehrer müssen sich fortbilden. Auch  Eltern sollten offen sein für den neuesten Stand.“

Die Stadt Langenfeld will bis 2024 ihre Schulen auf Stand bringen. Dazu hat sie einen Medienentwicklungspan (MEP) erstellt.

Mehr von RP ONLINE