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Langenfeld Die Rheuma-Liga macht Bewegungsangebote

Langenfeld : Bei der Rheuma-Liga ist Bewegung das A und O

Die Selbsthilfegruppe bietet Betroffenen Beratung und Bewegung – durch Funktionstraining und Wassergymnastik.

Begonnen hat es 1983 in Langenfeld. „Ein Kollege von mir hat mit seiner Frau hier mit der Rheuma-Liga angefangen“, sagt Gisela Trapp. Später kam dann noch Monheim dazu. Inzwischen hat die Rheuma-Liga in Langenfeld und Monheim mehr als 400 Mitglieder. „Es kommen aber auch viele aus Nachbarstädten wie Düsseldorf-Garath oder Leverkusen“, sagt Trapp.

Zwei wichtige Angebote deckt die Rheuma-Liga ab. Zum einen steht in Normalzeiten die Rheuma-Beraterin Jutta Klenner-Sahm für Beratungsgespräche zur Verfügung. „Für Ratsuchende, die noch nicht mit Rheuma in Berührung gekommen sind und nicht wissen, ob sie es haben oder nicht, oder für Menschen, die gerade die Diagnose erhalten haben“, erklärt Jutta. Sie vereinbart einen Termin mit den Ratsuchenden. „Die Beratungen finden nur in Langenfeld statt“, sagt sie. Die momentan wegen der Corona-Beschränkungen nicht persönlich möglichen Beratungen macht sie ehrenamtlich, gibt den Ratsuchenden Informationen an die Hand, wo sie Hilfe finden können. „Teil der Beratung ist es auch, Ängste zu nehmen und Chancen zu eröffnen“, betont Jutta.

Der zweite und für Rheumapatienten maßgebliche Teil ist das Bewegungsangebot. Hier bietet die Rheuma-Liga zwei Möglichkeiten die Woche an: Funktionstraining und Wassergymnastik. In Langenfeld findet dies bei der SGL statt, in Monheim in der Aktivita. „Wir haben insgesamt 20 Gruppen“, verrät Gisela Trapp und Jutta Klenner-Sahm macht den Unterschied zur Reha deutlich: „Bei der Reha will man erreichen, dass sich die Patienten wieder bewegen können, beim Funktionstraining heißt es dann: Bewegen unter Schmerzen.“

Christa ist seit 1998 dabei und lebt unter dem Motto: „Man muss das Beste draus machen.“ Dazu gehört auch das Bewegungstraining. „Manchmal hat man überall Muskelkater“, verrät sie. Doch immerhin schafft sie es, ohne Schmerzmittel auszukommen. „Ich habe zwar Schmerzen, aber ich kann es aushalten.“ Schon dreimal war sie im Krankenhaus. „Alle Gelenke waren entzündet.“ In der Klinik hat auch Brigitte die Rheuma-Liga kennengelernt. „Ich lag im Krankenhaus in Ratingen und dort wurde schon Funktionstraining und Wassergymnastik angeboten“, erinnert sie sich. „Ich habe gemerkt, jedes Mal, wenn ich da mitgemacht habe, ging es mir besser.“ Daraufhin hat sie sich der Rheuma-Liga angeschlossen. Auch Rosi tut die Bewegungstherapie gut. Sie ist seit 2011 bei der Rheuma-Liga. „Mit 66 Jahren hab ich Rheuma bekommen“, erzählt sie. „Bewegung ist das A und O“, meint Jutta.Um an den Angeboten der Rheuma-Liga teilnehmen zu können, braucht es eine ärztliche Verordnung. „Keine Rehaverordnung“, betont Gisela Trapp.

Aber woher weiß man überhaupt, dass man an Rheuma leidet? „Da spielen viele Faktoren hinein“, sagt Jutta Klenner-Sahm. Eine sichere Diagnose könne meist nur der Rheumatologe stellen, denn nicht immer lässt sich die Krankheit an den Blutwerten erkennen. Christa hatte einen langen Weg bis zur Diagnose. „Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt“, erzählt sie. Erst, als wirklich nichts anderes mehr ging, wurde ihr Blut untersucht und Rheuma diagnostiziert. Beim Bewegungstraining besteht  die Möglichkeit, sich auszutauschen. Gesprächstreffen gibt es eher sporadisch, aber gefeiert wird auch bei der Rheuma-Liga. Geplant sei, wenn wieder erlaubt,  ein Grillfest.