Langenfeld Live Die Button’s rocken zum Abschluss

Langenfeld · Zum Abschluss der Konzertreihe Langenfeld Live lockten die Jim Button’s ihre Fanbase auf den Marktplatz. Insgesamt zählten die Veranstalter etwa 17.000 Besucher.

Wechselhaftes Wetter zum Abschluss der Reihe von Langenfeld Live störte die Fans nicht.

Wechselhaftes Wetter zum Abschluss der Reihe von Langenfeld Live störte die Fans nicht.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Zunächst schien es, als würde die Langenfelder Innenstadt, wo mit Jim Button’s das letzte Konzert von Langenfeld Live über die Bühne gehen sollte, vom Regen verschont bleiben. Und in der Tat gab es zum Konzertstart mit den musikalischen Lokalmatadoren strahlend blauen Himmel, wer nicht im Schattenbereich der Bühne stand, wurde gar von der Sonne geblendet. „Einfach mal näher kommen“, riet da Button‘s-Frontmann Thorsten Kruck, was bei der Menge Menschen, die sich auf dem Marktplatz zur Open-Air-Party eingefunden hatten, nicht so einfach war, zumal viele als Gruppe gekommen waren und dicht beieinander standen. So zählte der Auftritt von Jim Button’s, neben denen von Queen May Rock und den deutsch-kölschen Tön` von Die Karos, die kurzfristig für Düx eingesprungen waren, zweifelsohne zu den überdurchschnittlich gut besuchten Konzerten der Konzertreihe.

Nicht etwa mit der Lummerland-Nationalhymne „Eine Insel mit zwei Bergen“ startete Jim Button‘s, was übersetzt soviel wie Jim Knopf aus den Kinderbuch-Klassikern von Michael Ende heißt, sondern mit „Land of Confusion“ von Genesis. Den Song intonierten Thorsten Kruck, Sam Bleissem (Schlagzeug, Gesang), Sebastian Naas (Bass, Gesang), Freddy Wingschen (Keyboards, Gesang) sowie Markus Hoppmann (Gitarre) ungleich kompakter, rhythmisch rockiger als das Original. Die musikalische Reise der lebenden Musicbox führte durch 40 Jahre Rock- und Pop-Geschichte, in der zwar unterschiedliche Stilistiken berücksichtigt wurden, jedoch stets zielgenau der Geschmack des Publikums getroffen wurde, wie der Kings of Leon-Hit „Use Somebody“, der die Stimmung auf ihren vorläufigen Höhepunkt brachte, bewies.

Lobende Worte fand Thorsten Kruck auch für das Becher-Konzept des veranstaltenden Stadt-Marketings. „Die Konzerte finanzieren sich durch euer Trinken und durch die Becher, die ihr in der Hand haltet, es lohnt sich, es ist für einen guten Zweck“, empfahl der Sänger, der danach den Supertramp-„Spendensong“ „Give a Little Bit“ anstimmt. Bei „Solsbury Hill“, mit dem Peter Gabriel seine Solo-Karriere nach der Trennung von Genesis anschob, steuerte das Publikum ein beherztes „Boom-boom-boom“ bei. Immer wieder bewegten sich tänzerisch Füße, aber Platz für den klassischen Disco-Fox wurde nicht gewährt. Für Pop deutscher Provenienz stand Jan Delays „Oh Jonny“, wobei Thorsten Krucks Stimme angenehmer klang als das näselnd-quäkige Original. Eine sichere Bank in Sachen Stimmung war auch „Viva La Vida“ von Coldplay. Der Sound der Briten, die im kommenden Jahr im Juli für drei Konzerte in der Düsseldorfer Arena auftreten werden, animierte auch sogleich die Langenfelder Fangemeinde zum Mitsingen. Klangliche Kontrapunkte bildeten dazu der unkaputtbare Partykracher „Rockin` All Over the World“ von Status Quo und schließlich „You Shook Me Up All Night Long“ der australischen Hard-Rock-Raubeine AC/DC, ein Cover, das Jim Button`s besonders gut gelang.

Keine Frage, Jim Button`s verfügt im Mettmanner Raum über eine beachtliche Fanbase. „Ich weiß nicht einmal, warum ich die anderen Konzerte ausgelassen habe, aber heute bin ich definitiv wegen Jim Button`s hier, die sind schließlich die Lokalmatadore und die sind wirklich klasse“, so Marko Luzynga. Lediglich mit dem Bier aus Plastikbechern konnte sich der Monheimer nicht anfreunden, sondern bevorzugte ein Guinness aus dem Glas. „Ich finde die Konzertveranstaltungen eine tolle Idee, ich war bereits zweimal hier und genieße jetzt das Finale mit den tollen Jim Button`s“, erklärte Petra Albrecht, die aus Opladen kam.

Der dann doch noch zum Finale einsetzende Regen konnte das insgesamt positive Resümee nicht trüben. „Wir sind glücklich, dass alles so gut gelaufen ist, und ich schätze mal, dass wir an den sieben Terminen insgesamt zwischen 16.000 und 17.000 Besucher hier hatten“, so Citymanager Jan Christoph Zimmermann. Das Geheimnis des Erfolges sei die Auswahl der Gruppen, die unterschiedliche Geschmäcker bedienen. „Es muss immer einen Wechsel geben“, so Zimmermann.

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