Langenfeld Industrieverein M&M Blechtechnik: Sechs Wochen zwischen Auftrag und Ausführung

Langenfeld · Das Unternehmen, das einst in einer Solinger Doppelgarage gegründet wurde, beschäftigt heute 65 Menschen und fertigt mehr als 75.000 verschiedene Produkte in meist zwei Schichten.

 Julian Palt absolviert gerade eine Ausbildung zur Fachkraft für Blechtechnik.

Julian Palt absolviert gerade eine Ausbildung zur Fachkraft für Blechtechnik.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Einmal mehr erlangten die Mitglieder des Industrievereins beim Besuch der Firma M&M Blechtechnik einen vertieften Einblick in ein lokales Unternehmen. Nur wenige wussten bisher, dass dort am Max-Planck-Ring teilweise auch für überregional bekannte Firmen Dinge produziert werden, die uns im Alltag begegnen. Ob Verkehrszeichen, Bestandteile von Getränkezapfanlagen, Lampenschirme oder Martinshörner auf den Rettungswagen, mehr als 75.000 verschiedene Produkte werden in meist zwei Schichten gefertigt. Das mittelständische Familienunternehmen beschäftigt auf rund 2.500 Quadratmetern rund 65 Mitarbeiter. In seiner Einführung berichtete Geschäftsführer und Inhaber Stephan Mühlhoff von der Entstehung der Firma in einer Solinger Doppelgarage und dem kontinuierlichen Wachstum. Der Solinger lobte die Hilfbereitschaft der Langenfelder, die er bei der Realisierung seiner Ausbaupläne erlebt habe. Zuletzt hat die Firma eine Lagerhalle errichtet, in der beim Stammtisch auch ausreichend Platz für die rund 80 Besucher war.

In kleinen Gruppen führten Mitarbeiter die Gäste durch die Betriebs- und Produktionsräume. Sie erfuhren von den unterschiedlichen Stahlsorten und -blechen und staunten über riesengroße Stanz- und Laserkombinationen der neuesten Generation. „Wir sind ein Industriebetrieb, der mit den modernsten Mitteln die passende Lösung produziert“, so Mühlhoff. Erstaunlich ist die in der Branche notwendige Entwicklungsgeschwindigkeit, „zwischen Auftrag und Fertigung liegen oft maximal sechs Wochen“.

Begonnen hatte der Abend mit einem Referat vom Langenfelder Notar Christoph Stiefel, der unter anderem über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sprach. An Fällen aus der Praxis beschrieb Stiefel die Grenzen und Risiken der unterschiedlichen Vertretungsbefugnisse. Zusätzlich informierte er über die aus dem Geldwäschegesetz entwickelten Änderungen im Transparenzregister. Danach müssen unter anderem auch Personengesellschaften und Genossenschaften eingetragen sein.

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