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Langenfeld: Das sind 2020 in der Stadt die großen Baustellen

Konrad-Adenauer-Platz, Wohnhäuser und vieles mehr : Das sind 2020 Langenfelds große Baustellen

Städtische Planer und Beteiligte berichten im Gespräch mit unserer Zeitung über die in diesem Jahr laufenden und anstehenden Projekte.

Das große Luftbild zeigt es: Anderthalb Jahre nach Baubeginn neben der Kirche St. Josef ist das für rund 4 Millionen Euro errichtete katholische Begegnungszentrum mit großem Gemeindesaal, weiteren Versammlungsräumen und Büros so gut wie fertig. „Aller Voraussicht nach am 15. März soll es eingeweiht werden“, sagte Wolfgang Bender vom Kirchenvorstand auf Anfrage, „auch wenn die Außenflächen dann womöglich noch nicht ganz fertig sind.“ Wie in einem Namenswettbewerb bestimmt wird es „Ankerplatz“ heißen.

Die Großbaustelle in der Fußgängerzone ist dann abgeschlossen. Ganz in der Nähe tut sich in der City aber am Konrad-Adenauer-Platz schon bald die nächste auf. Gleich nach Karneval beginnen direkt neben dem Rathaus die Umbauarbeiten, kündigt der städtische Chefplaner Ulrich Beul an. Gemeinsam mit Referatsleiter Stephan Anhalt und Gebäudemanagerin Christiana Schwarz gibt er einen Überblick über die Langenfelder Großbaustellen dieses Jahres.

Ulrich Beul (l.) und Stephan Anhalt auf dem Konrad-Adenauer-Platz. Foto: Rheinische Post/Stephan Meisel (mei)

Konrad-Adenauer-Platz Der durch Stufen, Mäuerchen und ein Sammelsurium von Pflasterbelägen geprägte Konrad-Adenauer-Platz wird deutlich aufgehübscht. Mehr Bäume und Grün, Außengastronomie, Spielgeräte, ein plätschernder Wassertisch und Sitzgelegenheiten auf einer barrierefreien Fläche sollen die Aufenthaltsqualität am Rathaus erhöhen. Rund 2,2 Millionen Euro sind für den bis zum Herbst laufenden Umbau veranschlagt. Der Posthörner-Brunnen wird an den Berliner Platz umgesetzt.

Der naturwissenschaftliche Trakt wird mit dem Altbau der Kopernikus-Realschule (rechter Bildrand) auf allen Etagen verknüpft. Foto: Rheinische Post/Stephan Meisel (mei)

Wohnen An der Königsberger Straße wird der Bauverein Langenfeld (BVL) voraussichtlich ab Juni vier Mehrfamilienhäuser mit 40 barrierefreien Wohnungen errichten. „Dazu gehört eine behindertengerechte Wohngruppe für bis zu neun Personen“, kündigt BVL-Chef Hubertus Dedeck an. Rund 12,5 Millionen Euro hat Dedeck für diesen ersten Bauabschnitt auf dem BVL-Gelände an der Königsberger Straße veranschlagt. Ob und wann danach weitere der insgesamt 130 vorgesehenen Wohnungen neu gebaut werden, sei noch offen. Die Kölner Projekton Immobilien GmbH baut an der Bachstraße drei Häuser mit 29 Mietwohnungen und acht Büros; nahe der Einmündung In den Weiden. Das Dach ist schon fertig, der Innenausbau beginnt. Ganz in der Nähe errichtet die Firma Paeschke auf dem ehemaligen Gelände der abgerissenen Johanneskirche an der Stettiner Straße 28 Eigentums- und 16 Mietwohnungen – davon acht Sozialwohnungen. An der Montessoristraße beginnt in Kürze die GWB GmbH den Bau eines großen Mehrfamilienhauses mit 27 Wohnungen und – im Erdgeschoss – gewerblichen Räumen. Nahe der Locher Wiesen in Reusrath werden laut Anhalt jetzt etwa 100 Wohneinheiten in Ein- und zwei Mehrfamilienhäusern errichtet. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) baut für rund 2,6 Millionen Euro an der Solinger Straße 70. In diesen Neubau wird der SkF unter anderem die Fachberatungsstelle und den Lebensmittelladen „Tüte“ verlagern, zudem entstehen darin sechs Sozialwohnungen. Laut Anhalt werden 2020  im Neubau am Leipziger Weg 24 Sozialwohnungen bezugsfertig.

60-Millionen-Projekt: der Gewerbepark Winkelsweg/Schneiderstraße. Foto: Rheinische Post/Stephan Meisel (mei)

Gewerbe Auf dem 10 Hektar großen Eckgrundstück Schneiderstraße/Winkelsweg sind die ersten Neubauten der Langenfelder Log Project GmbH jetzt bezugsfertig. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen mehr als 60 Millionen Euro in den Abriss der ehemaligen Spar-Regionalzentrale, Altlastensanierung und Neubau investiert. Die Hallen- und Büroflächen sollen in zehn Einheiten ab etwa 3500 Quadratmeter unterteilt und vermietet werden. An der Elisabeth-Selbert-Straße investiert die auf Nahrungsergänzungsmittel spezialisierte Firma Orthomol einen  zweistelligen Millionenbetrag in ein neues Produktionsgebäude, das im August fertig sein soll. Zudem laufen laut Beul auf dem ehemaligen Klärwerksgelände zwischen am Weißenstein Straßen- und Kanalarbeiten für das neue Gewerbegebiet Fuhrkamp-Süd an der Philipp-Reis-Straße.

Schulen und Stadtbibliothek Die Architekten des städtischen Gebäudemanagements treiben 2020 zwei wichtige Schulerweiterungen voran. Der rund 1,75 Millionen Euro teure Anbau an die Kopernikusschule für den naturwissenschaftlichen Trakt soll laut Referatsleiterin Schwarz nach den Sommerferien fertig sein. Voraussichtlich im Frühjahr ist auf dem Gelände des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Baustart für den – vorbehaltlich der laufenden Haushaltsberatungen – mit gut zwei Millionen Euro veranschlagten neuen Verwaltungstrakt. Der auf 1,78 Euro Kosten geschätzte Umbau der Stadtbibliothek soll im März losgehen.

Sport Der GSV Landwehr bekommt laut Schwarz für seinen Fußballplatz in Wiescheid in diesem Jahr für rund 480.000 Euro einen neuen Kunstrasen und eine neue Beleuchtungsanlage. Und im Freibad werden seit Oktober Sport-, Springer- und Planschbecken für zusammen 2,1 Millionen Euro erneuert. Zum Saisonstart im Mai soll alles fertig sein.