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Langenfeld Dank der 2G-Einlasskontrollen fühten sich die Besucher des Weihnachtsmarktes am Wochenende sicher.

LangenfeldWeihnachtsmarkt und Eislaufbahn : Adventsmarktbesucher fühlen sich sicher

Die Besucher des Weihnachtsmarktes fühlten sich in Langenfeld gut aufgehoben und genossen ein Stückchen Normalität.Viele rechnen damit, dass es in Kürze wieder Kontaktbeschränkungen gibt und Märkte schließen müssen.

Bevor der nächste Lockdown kommt, noch einmal ein bisschen Adventszauber genießen. Das mögen sich viele gesagt haben. Besonders am Samstag im winterlichen Sonnenschein war der Langenfeder Weihnachtsmarkt mit seiner Eislaufbahn gut besucht, aber nicht übervoll. Mulmig fühlt sich offenbar niemand angesichts der steigenden Infektionszahlen. Man saß mit entsprechendem Abstand draußen am Biertisch mit Currywurst und heißem Getränk ganz entspannt und zufrieden.

Helga Jedges und Jürgen Schott, beide von der Postalia, haben sich am Samstagnachmittag eine Feuerzangenbowle im alten Postdorf gegönnt. „Wir fühlen uns sicher“, sagen sie. Alles ist streng kontrolliert. Die Bedienung hinter den Ständen auf dem Weihnachtsmarkt trägt ohne Ausnahme Mundschutz“, betonen die beiden. Und ja, sie hoffen, dass der kleine Weihnachtsmarkt im Zentrum der Stadt bis zum 23. Dezember geöffnet bleiben darf und sie die Gelegenheit haben, noch das ein- oder andere Mal vorbeizuschauen.

Dass die Eröffnung, bei der sie beide in traditioneller Postillionskleidung dabei gewesen wären, am Freitag ausgefallen ist, stößt auf volles Verständnis, macht sie aber traurig. Mit Maske und ohne Angst bummeln auch Sigrid und Henry Hobbelmann aus Leverkusen an den festlich geschmückten Buden vorbei. Sie sind gerne in Langenfeld, auch wenn in Leverkusen der ein oder andere Weihnachtmarkt stattfindet. „Hier ist es netter, gemütlicher, die Stimmung ist besser“, sagen die beiden. „Angst vor Infektionen haben sie nicht. Auch wenn sie auf fremde Menschen stoßen, aber Respekt vor dem Virus schon. Wir passen auf und halten Abstand“, versichern sie. „Ein bisschen Normalität in diesen Zeiten tut gut“, sagt Sigrid Hobbelmann.

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Gerd und Verena Theis sind mit ihren vierjährigen Zwillingen aus Hilden da. „Bei uns ist ja alles abgesagt worden“, sagen sie. Und in Langenfeld lockt auch die Eisbahn für die Kinder für erste Gleitversuche. Auch auf der Bahn hält sich der Betrieb in Maßen. „Wir nutzen das hier noch mal, so lange es geht, mit gebotener Vorsicht“, sagen die Eltern.

Die Sehnsucht nach einer Waffel, einem Glühwein und Mandelduft scheint groß, aber dennoch gebremst. „Das Wetter ist schön, wir sind an der frischen Luft. Nächste Woche kann das schon vorbei sein“, sagt Ella H., die aus Leichlingen nach Langenfeld gekommen ist. Auch ihre Freundin freut sich über die kleine Abwechslung im Corona-Alltag.

Unterdessen nimmt der Rentner Hans-Jürgen Müller, ein Respekt einflößender stattlicher Mann, am Eingang zur Poststation seine Aufgabe sehr ernst. Jeder, der vorbeiflutschen will, wird sofort freundlich ermahnt, seinen 2G-Test im Handy vorzuzeigen. „Das ist alles gut organisiert hier“, sagt Müller. Immer zu zweit stehen die Kontrollen am Eingang, jeweils von 11 bis 21 Uhr. Widerständler und aufmüpfige Impfgegner gibt es nicht, nur offenbar vernünftige einsichtige Besucher des weihnachtlichen Geschehens.

Das überraschend gute Wetter am Sonntag lockte noch einmal mehr Menschen in die Stadt. Am ersten Advent lud der Deutsch-Holländische Stoffmarkt von 11 bis 18 Uhr auf den Marktplatz ein. Und zwar mit 2G und Maskenpflicht. 100 Stände sorgten an der Solinger Straße und auf dem Stadthallenvorplatz für viel Betrieb.