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Langenfeld - Control Expert kooperiert mit dem TÜV Rheinlad.

Langenfeld : Control Expert kooperiert mit dem TÜV

Die Zusammenarbeit hat die Weiterentwicklung von KI-basierten, mobilen Anwendungen zur digitalen Bewertung von Fahrzeugschäden zum Ziel. Wie etwa unterscheidet man Schäden von Gebrauchsspuren?

Gerhard Witte, Kfz-Sachverständiger in Langenfeld, begann vor rund 20 Jahren, die Erstellung von Gutachten zu strukturieren und zu automatisieren. 2002 gründete er Control Expert (CE), inzwischen ein internationaler Marktführer im Bereich der KI-gestützten Schadenabwicklung im Automobilbereich. KI steht für künstliche Intelligenz. Anfangs ging es darum, im natürlichen Spannungsfeld Autofahrer, Versicherung, Werkstatt mit einer digitalen Plattform die Schadensabwicklung bei Unfällen zu beschleunigen. Inzwischen ist das Unternehmen als Digitalisierungsexperte für die Kfz-Branche weltweit in 17 Ländern tätig, und die Schadenerkennung durch Fotos ist patentiert.

Seit 2015 besteht bei CE eine Abteilung für Forschung und Entwicklung mit inzwischen mehr als 30 Fachleuten. Dr. Andreas Witte, einer der Geschäftsführer von Control Expert erklärt: „Wir forschen seit mehr als zehn Jahren erfolgreich daran, wie mit Hilfe der automatischen Bilderkennung beispielsweise auf einem Foto der Grad von Schädigungen erkennbar wird und sich bewerten lässt“. Seine Vision: „Jeder Autofahrer auf der ganzen Welt soll einen Kfz-Schaden am selben Tag fair ersetzt bekommen“.

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2021 startet CE eine auf mehrere Jahre angelegte Technologiepartnerschaft mit dem TÜV Rheinland. Konkret wird mit der Bewertung von Gebrauchtfahrzeugen begonnen. „Die Zusammenarbeit zielt auf die marktreife Weiterentwicklung von KI-basierten, mobilen Anwendungen zur digitalen Bewertung von Fahrzeugschäden ab“, sagt Matthias Schubert vom TÜV Rheinland.

Bei der  Entwicklungsarbeit will man sich zunächst auf die Erkennung von Schäden und die Unterscheidung zu herkömmlichen Gebrauchsspuren an Fahrzeugen konzentrieren, beispielsweise in Mietwagen-Flotten, Leasingflotten oder Car Sharing. „Dabei kommt es neben einer zuverlässigen Bilderkennung auch auf die neutrale und faire Bewertung der Schäden an“, ergänzt Geschäftsführer Nicolas Witte.

Im ersten Schritt geht es in den kommenden Jahren darum, anhand der breiten Erfahrungen und des extrem großen Datenbestandes von TÜV Rheinland bisherige mobile Anwendungen, die auf künstlicher Intelligenz basieren, erheblich weiter zu entwickeln. Der TÜV will dabei „seine Position im Markt als neutraler und unabhängiger Dienstleister mit hoher Genauigkeit und breitem Know-how sichern“, so Dr. Michael Fübi, Vorstandsvorsitzender TÜV Rheinland.

Der TÜV Rheinland gehört mit 21.500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 2,1 Milliarden Euro zu den weltweit führenden Prüfdienstleistern. Die hoch qualifizierten Experten prüfen rund um den Globus technische Anlagen und Produkte, begleiten Innnovationen in Technik und Wirtschaft und zertifizieren Managementsysteme nach internationalen Standards.