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Langenfeld: Bürgerverein Langfort besteht 30 Jahre

Langenfeld: Bürgerverein Langfort besteht seit 30 Jahren : Bürgerverein Langfort kämpft um Einkaufszeile

Den 30.Geburtstag haben die Langforter mit einem Fest auf dem Reiterhof gefeiert.

Der Bürgerverein Langfort hat mit einem kleinen Herbstfest auf dem Reiterhof seinen runden Geburtstag gefeiert. Seit drei Jahrzehnten hält der Verein die Gemeinschaft im Ort zusammen und setzt sich für ein gutes Miteinander und eine sichere Umgebung ein. Die größte Herausforderung für die Zukunft ist es, engagierten Nachwuchs zu finden.

Zufrieden schaut Frank Klarmann auf das Gelände von Gut Langfort, wo einige fleißige Helfer vor dem offiziellen Beginn der Festlichkeiten an Kuchentheke und Grill stehen, um die Gäste zu versorgen, die vom Kooperationspartner der Awo Begegnungsstätte gekommen sind. Auf Bierzeltgarnituren sitzen rund 20 Senioren gemütlich beisammen. „Schön, dass auch einige Mitglieder vorbeigekommen sind“, sagte Klarmann angesichts des ersten Herbstferienwochenendes, des sommerlichen Wetters und der Tatsache, dass sich immer weniger Menschen im Verein aktiv engagieren.

Das 30-jährige Bestehen wollte der Vereinsvorstand trotzdem feiern. Aktuell zählt der Bürgerverein rund 90 Mitglieder. Es gebe aber noch reichlich Luft nach oben bei „2000 bis 3000 Menschen, die in Langfort wohnen“, sagt Klarmann, der seit Februar den Vorsitz innehat. Künftig wolle er mehr junge Familien ansprechen. Das sei auch nötig, befindet Vorstandsmitglied Martina Hanschmidt. Seit 20 Jahren ist sie im Verein. „In der Zeit haben wir uns wesentlich mehr nach außen geöffnet, um mehr Menschen anzusprechen.“

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Angefangen hatte alles Ende der 80er Jahre, als das Wohngebiet Langfort gerade erschlossen wurde, und es um den Bau einer Schnellstraße mittendrin ging. „Der Zusammenhalt der Bürger war im Neubaugebiet damals nicht gegeben, also wurde der Verein gegründet, um gemeinsam für die Belange der Nachbarn einzustehen“, erzählt der Vereinschef. Die Schnellstraße zwischen Weißenstein und Jahnstraße wurde letztendlich nicht eröffnet und der Verein schaffte es auch, den Reiterhof zu erhalten, Paten für das Straßengrün zu finden und sich für Spielplätze einzusetzen.

Heute liegen die Aufgaben des Vereins hauptsächlich darin, die Gemeinschaft zu fördern, Aktivitäten für Kinder anzubieten und sich um Sauberkeit vor Ort zu kümmern. „Größere Probleme haben wir sonst nicht.“

Der alljährliche Dreck-Weg-Tag etwa werde gut angenommen, ebenso wie die Ostereiersuche für Kinder in Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim der Awo. 120 Kinder hätten zuletzt an der Aktion teilgenommen, berichtet Klarmann. Sommer- und Herbstfeste, Skatturniere und auch der Wunschweihnachtsbaum zugunsten der Kinderherzhilfe gehören zum festen Programm im Vereinskalender.

Derzeit werde die Zukunft des Langforter Einkaufszentrums im Bürgerverein diskutiert: „Die Magnetwirkung fehlt, die Markttage wurden aufgrund fehlender Frequenz eingestellt, aber wir würden das Zentrum gerne für die Langforter Bevölkerung erhalten.“