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Langenfeld: Bürger besichtigen Windräder in Reusrath

Alternative Stromerzeugung : Bürger besichtigen Windräder in Reusrath

Als ganz besonderes Erlebnis verlost SL Naturenergie während der zweistündigen Infoveranstaltung zwei Aufstiege in die Gondel einer der beiden „Enercon E70“-Anlagen. Teilnehmer müssen volljährig, körperlich fit und schwindelfrei sein.

Die Stadt Langenfeld bietet am Samstag, 6. November, zwischen 11 und 13 Uhr gemeinsam mit der Betreiber-Firma der Windkraftanlagen in Reusrath, SL Naturenergie, ein ganz besonderes Event an, teilt Stadtsprecher Andreas Voss mit. Es trägt den Titel: „Offenes Windrad Reusrath“. „Es ist mir wichtig, dass sich die Menschen in Langenfeld direkt vor Ort über die beiden Windkraftanlagen informieren können“, erklärt Bürgermeister Frank Schneider.

Organisiert vom städtischen Klimaschutz-Team konnte die Betreiberfirma der beiden Windräder schnell für die gemeinsame Aktion gewonnen werden und plant sogar eine Premiere für die Veranstaltung. Als ganz besonderes Erlebnis verlost SL Naturenergie während der zweistündigen Infoveranstaltung nämlich zwei Aufstiege in die Gondel einer der beiden „Enercon E70“-Anlagen. „Teilnehmer müssen zwingend volljährig, körperlich fit und natürlich schwindelfrei sein“, sagt Stefanie Flam von SL Naturenergie.

Während der Infoveranstaltung gibt es kein festgelegtes Programm. Die  Besucher haben die Möglichkeit, vorbeizukommen und sich zu informieren. Ein Team aus Projektentwicklung, Bau und Technischer Betriebsführung wird für Fragen zu Verfügung stehen und Kleingruppen durch die beiden Enercon-Anlagen führen. „Wir freuen uns auf zahlreiche Interessierte und auf einen lebhaften Austausch“, sagt Stefanie Flam.

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Die beiden 99,5 Meter großen Windkraftanlagen stehen  im südlichen Reusrath. Dem Bau mit der vorgeschriebenen 100-Meter-Höhengrenze war eine jahrelange Diskussion vorangegangen, begleitet vom Protest einer Bürgerinitiative. Ein kleineres, drittes (50 Meter) steht auf dem Gelände des „Reusrather Blumenhof“. Sorgten sich einige Anwohner, ihre Grundstücke würden durch die Anlagen an Wert verlieren, sagt beispielsweise der BUND, man habe sich „effektivere“ – sprich höhere – Windräder gewünscht.

Bei den beiden hohen Windrädern in den Feldern an der Rennstraße muss der Betreiber strikte Auflagen einhalten. Zum Schutz des Rotmilans dürfen sich beide zwischen 15. März und 1. September laut Kreissprecherin Daniela Hitzemann „fallweise tagsüber nicht drehen“. Und wegen Fledermäusen müsse SL vom 1. April bis 31. Oktober bei bestimmten Temperaturen und Wetterbedingungen Abschaltzeiten einhalten.

Eine vorherige Anmeldung zum offenen Windrad Reusrath ist nicht erforderlich. Für Rückfragen steht Jens Hecker vom städtischen Klimaschutz-Team unter jens.hecker@langenfeld.de zur Verfügung.

(pc)