1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Langenfeld-Becher statt Plastikmüll - Erlös geht an Meeresschützer

Erlös geht an Meeresschützer : Langenfeld-Becher statt Plastikmüll

Die vom Bürgermeister zum Jahresbeginn angekündigte Kampagne „1000 Thermo-Becher für Langenfeld“ gegen überflüssigen To-Go-Becher-Müll startet in Kürze. Ab August sind grün ummantelte Edelstahlbecher mit Langenfeld-Aufdruck für 10 Euro zu haben, teilt der städtische Klimaschützer Jens Hecker mit. Der Verkaufserlös werde an Organisationen oder für Aktionen gespendet, die etwas gegen Plastikmüll im Meer tun.

(mei) In Deutschland werden, so Hecker, laut Bundesumweltministerium „stündlich rund 320.000 Einweg-Becher für Heißgetränke verbraucht. Hiervon sind bis zu 140.000 To-go-Becher. Pro Jahr sind das fast drei Milliarden Einwegbecher.“

Wegen der vielen Ein- und Auspendler nach Langenfeld wollte die Stadtverwaltung laut Rathaussprecher Andreas Voss die Thermo-Becher ursprünglich an den beiden S-Bahnhöfen verkaufen. Doch laut Rathaussprecher Andreas Voss sei dies wegen der Corona-Abstandsregeln auf dem Bahnsteig derzeit kaum möglich.

Darum werden die Becher laut Hecker in Langenfelder Bäckereien und Cafés zum Kauf angeboten. „So kann der Becher direkt mit Füllung erworben werden.“

„Wir haben uns für hochwertige Thermo-Becher entschieden“, betont Bürgermeister Frank Schneider. So solle „ein nachhaltiger Ersatz für To-Go-Becher für viele Jahre erreicht werden“. Durch den Verkaufspreis für den oben genannten Zweck statt einer Gratisabgabe solle zudem eine „Mitnahmementalität“ verhindert werden. „Jährlich gelangen zwischen 8 und 10 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Weltmeere“, merkt Hecker an. Die Arbeit der durch den Erlös unterstützten Initiativen sei sehr wichtig.