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Langenfeld Baumesse zeigt neue Küchen-Technik

Langenfeld Messe : Baumesse zeigt neue Küchen-Technik

70 Aussteller informieren rund ums Heim. In der Region fehlen nach wie vor bezahlbare Wohnungen und Häuser.

„Wir suchen für 1128 Kunden Eigentumswohnungen ab 60 Quadratmeter bis 300 000 Euro“. Diese Leuchttafel am Stand von Immobilien Laufenberg bei der Messe „Bau- und Wohnträume“ in der Langenfelder Stadthalle spricht Bände. „Sehr viele Menschen suchen Häuser und Wohnungen. Und sie suchen sehr lange“, sagt Mitarbeiterin Davina Wagemann. Mit einem weiteren Schild macht Laufenberg mit Hauptsitz in Dormagen und Filialen in Neuss und Langenfeld darauf aufmerksam, dass für 1420 Kunden Einfamilienhäuser bis 500 000 Euro gesucht werden.

„Die Preisvorstellungen der Kunden sind realistischer geworden“, sagt Wagemann. „Nur wenige kommen noch mit utopischen Anliegen zu uns.“ Wer ein älteres Haus für deutlich unter einer halben Million Euro fände und kaufe, müsse mit hohen Investitionen rechnen, sagt sie. Laufenberg verkauft und vermietet Immobilien. Nicht wenige Interessenten aus der Region weichen mittlerweile bis Dormagen aus, um ein geeignetes Objekt für sich zu finden.

Das Interesse an Restaurieren, Sanieren sowie Neukäufen war bei der 19. Handwerker- und Wohnmesse wieder einmal sehr groß. Junge Familien aber auch viele Ältere informierten sich. Die einen mit Umbauwunsch, die anderen auf der Suche nach der letzten barrierefreien Eigentumswohnung. 70 Aussteller aus der nahen Umgebung präsentierten sich. Das Angebot habe sich innerhalb von 19 Jahren geändert, sagt Claudia van Zütphen, die die Messe für Pro Forum schon seit vielen Jahren organisiert. Energiesparen, Umweltschutz, Barrierefreiheit, Sicherheit und intelligente Haustechnik seien die aktuellen Schwerpunkte.

„Besonders viele ältere Menschen mit Eigentum gestalten ihre Bäder altersgerecht um“, sagt Michael Koch von der Firma Heizung und Badträume am Winkelsweg in Langenfeld. Sein Unternehmen hat sich auf komplette Badgestaltungen spezialisiert. Zwar bietet er auch Badewannen mit Tür ab 3000 Euro an. Von zehn Badsanierungen würden allerdings acht Kunden auf die Wanne verzichten und stattdessen große bodengleiche Duschen bevorzugen, sagt Koch. Quadratische flache Duschköpfe, die Regeschauern imitieren, sind groß in Mode.

An seinem Messestand präsentiert Koch zwei ausgefallene von Künstlern gestaltete Waschbecken aus gebürstetem Alu und aus Glas mit Blattgold im Paisley-Muster belegt und versiegelt. „Dafür gibt es auch Interessenten“, versichert er, selbst wenn so ein Becken 700 Euro kostet. Wer an der guten alten Badewanne festhalte, bevorzuge sie heute freistehend und mit Stand-armatur. Auch diesen Wunsch verwirklicht der Fachmann.

Die meisten Neugierigen, die bei Jansen Küche und Wohnen aus Köln-Worringen stehen bleiben, staunen und probieren selbstgemachte Crêpes. Martin Jansen und Bianca Bongard führen ein Induktionskochfeld von Bora mit Dunstabzug im Kochbereich vor. Ein bestechendes System, das die Abzugshauben über dem Herd überflüssig macht. Die Markenküchen, die Jansen vertreibt, baut der Schreiner nach Wunsch maßgeschneidert ein. „Wir haben das Unternehmen in der dritten Generation“, sagt Bongard stolz. Eine junge Familie aus Düren staunt über die neue und schicke Küchentechnik.

Weniger reizvoll aber unverzichtbar im Zuge der Zunahme an Insekten in immer heißeren Sommern, sind Schutzgitter vor Türen und Fenstern. Die Firma Schulz Dobrick von der Albert-Einstein-Straße in Langenfeld zeigt eine Auswahl ihrer stabilen, maßgefertigten Schutzgitter. Der Kunststoffrahmen mit Fiberglasgewebe wird von außen in Fenster- oder Türrahmen eingehangen. Die Rahmenprofile gibt es in unterschiedlichen Stärken. „Bei richtiger Pflege halten die Gitter 20 Jahre“, sagt Kevin Puttmann. Richtige Pflege bedeutet zweimal im Jahr das Gewebe mit dem Gartenschlauch sauberzumachen. Ein Gitter für die Türe kostet 400 bis 500 Euro.

Für alle, die keine Bodenheizung haben, aber in kühlen Perioden vor dem Waschbecken gerne warm stehen möchten, bietet das Fliesenteam von Schmidt und Rudersdorf aus Leverkusen eine kleine Lösung an: Matten aus Kunststoff, die wie  flache Legosteine aussehen, zwischen deren Nippeln man Heizkabel verlegen kann, die elektrisch betrieben werden.

„Das ist keine Raumheizung, nur eine Bodentemperierung“, sagt Lars Nowatzki. „Die Matten werden über dem Estrich und unter der Fliese verlegt.“ Sie können über eine Zeitschaltuhr geregelt werden und Übergangszeiten überbrücken, wenn die Heizung schon ausgeschaltet ist, es nachts  und morgens früh aber noch kühl ist, so der Fachmann.