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Langenfeld: Am Krankenhaus St. Martinus besorgte Anrufe wegen Corona-Virus

LANGENFELD : Corona-Virus sorgt Langenfelder

Im Kreis Mettmann gibt es bislang noch keine bestätigte Erkrankung mit dem Corona-Virus. Allerdings kommt dieses immer näher. Es gibt vermehrt besorgte Anfragen am Langenfelder Krankenhaus St. Martinus. Chefärztin: „Sind gut vorbereitet.“

In Nordrhein-Westfalen ist am Dienstagabend zum ersten Mal ein Patient positiv auf den Erreger der Corona-Krankheit, Sars-CoV-2, getestet worden. Der 47-jährige Mann aus dem Kreis Heinsberg wird mit seiner Ehefrau in der Düsseldorf Uniklinik isoliert behandelt. Das Infektionszentrum der Uniklinik wäre auch für Erkrankte aus dem Kreis Mettmann zuständig, wenn dort noch ausreichend Platz vorhanden wäre.

Auch im Langenfelder Krankenhaus St. Martinus häufen sich laut Chefärztin Dr. Edith Fischnaller Nachfragen besorgter Bürger. „Sie suchen Rat und wollen sich zum Teil auch auf eine mögliche Infektion mit dem Virus testen lassen.“ Die Krankenhäuser des GFO-Verbundes, zu dem die Richrather Klinik gehört, seien gut auf Infektionskrankheiten vorbereitet. Fischnaller leitet dessen Zentralbereich Hygiene und Infektiologie. Sie und ihr Team tauschten sich ständig mit den Gesundheitsämtern sowie dem Robert-Koch-Institut (RKI) aus, „um jeweils adäquat und unverzüglich auf die aktuelle Lage reagieren zu können“. Man dürfe „die Ausbreitung des Corona-Virus in Europa nicht bagatellisieren“, räumte Fischnaller ein. „Aber nach dem jetzigem Stand ist das Corona-Virus nicht so kritisch zu sehen wie die jährliche Grippewelle in Deutschland.“ Für beide Infektionskrankheiten seien die GFO-Kliniken gut vorbereitet. In ihrem Zentralbereich Hygiene und Infektiologie würden etwa einheitliche Vorgehensweisen koordiniert und festgelegt. Für Klinik-Mitarbeiter stehe entsprechende Schutzausrüstung bereit, die nach den vom RKI vorgegebenen Kriterien zum Einsatz komme. Parallel würden Mitarbeiter permanent im Umgang mit dem Corona-Virus und anderen Infektionskrankheiten geschult, um in den Kliniken „unnötige Ängste abzubauen und Hysterie vorzubeugen“.

Nach den Vorgaben des RKI sollen laut Fischnaller im Krankenhaus St. Martinus nur solche Menschen auf das Corona-Virus getestet werden, „die Symptome einer Lungenentzündung aufweisen und entweder selbst in den letzten 14 Tagen in den von dem RKI benannten Risikogebieten gewesen sind oder direkten Kontakt mit einem bestätigten Fall hatten“. Verdachtsfälle und auch Patienten, die positiv auf das Corona-Virus getestet werden, könnten in begrenzter Anzahl in allen GFO-Kliniken isoliert werden.

(mei/tobi)