Langenfeld 25.000 Euro für Hinweise auf Brandstiftung in Galvanikbetrieb

Feuer in Langenfeld: 25.000 Euro für Hinweise auf möglichen Brandstifter

Eine Belohnung von 25.000 Euro soll die Ursachen eines Brandes am 5. November bei der Detlef Bingen GmbH klären – einem Unternehmen für Kunststoffgalvanisierung an der Karl-Benz-Straße 7.

Einen technischen Defekt schließt die Polizei nach den Worten ihres Sprechers Daniel Uebber „definitiv als Ursache aus“. Noch ungeklärt sei indes, „ob es sich um fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung handelt“. Die Ermittlungen dauerten an.

Ein von dritter Seite beauftragter Sachverständiger für Versicherungsfragen hat jetzt mittels einer Anzeige die genannte Belohnung für Hinweise ausgelobt, die zur Aufklärung des Falles führen. „Dies soll etwaigen Zeugen einen niedrigschwelligen Eintritt ermöglichen“, sagt Peter Clasen. Er wolle nicht sagen, von wem er beauftragt worden ist. Bei größeren Bränden werde er eingesetzt, um zwischen etwaigen Zeugen und den Behörden zu vermitteln. Immerhin betrage die Schadenssumme in dem Langenfelder Fall nach Schätzung des Brandsachverständigen der Polizei 500.000 Euro. Und da sich in dem benachbarten Wohnhaus Menschen befanden, könne man von gefährlicher Brandstiftung sprechen. Clasen stellt aber auch klar, dass er Personen, die tatsächlich konkrete Hinweise auf mögliche Tatverdächtige liefern könnten, an die Polizeibehörde weiterverweisen werde.

  • Haan : Zeugen löschen Altkleider-Brand

Die Feuerwehr Langenfeld war am 5. November, gegen 21.30 Uhr, zu dem Brand auf dem Gelände an der Karl-Benz-Straße gerufen worden. Ein Kartonagelager im Keller des Gebäudes war entflammt. Zudem war eine der dort gelagerten Gasflaschen explodiert. Glücklicherweise hatte sich aus dem Haus eine fünfköpfige Familie unverletzt ins Freie retten können. Weil der Feuerwehr wegen der chemischen Stoffe der Firma unklar war, ob der Rauch gesundheitsgefährdend sei, wurden über die Warn-App „NINA“ die umliegenden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die veranlassten Messungen ergaben jedoch keine Schadstoffbelastung.

(elm)
Mehr von RP ONLINE