Langenfeld : So locken Gärtner Bienen an

Der erste Langenfelder Naturgartentag zog viele Besucher an. Im kommenden Jahr soll die Veranstaltung wiederholt werden.

Förster Karl Zimmermann unterhält sich mit einigen Besuchern und zeigt dabei auf hölzerne Vogelhäuser an seinem Stand, die er gemeinsam mit Interessenten bastelt: „Ich helfe Ihnen gerne beim Bau von einem Vogelhaus, Fledermauskasten oder Wildbienenhotel. Sie müssen mir nur sagen, für was Sie sich entscheiden“, sagt er. Die beiden Besucher entscheiden sich für ein Vogelhaus und fangen mit dem Bau an.

Das Klimaschutzteam der Stadt Langenfeld hat gemeinsam mit der Volkshochschule Langenfeld und örtlichen Naturschutzvereinen den ersten Langenfelder Naturgartentag veranstaltet. Programmpunkte des Projekts waren zwei Vorträge und verschiedene Aussteller, die hinter dem Kulturzentrum an der Hauptstraße rund um das Thema Naturgärten informiert haben. Neben Informationen und Tipps gab es kostenfreie Wildblumensamen und heimische, insektenfreundliche Stauden zu erwerben. „Wir haben hier heute zehn Stände zum Thema naturnahe Gartengestaltung, die vor allem darüber informieren, welche Pflanzen Lebensräume schaffen und Insekten mehr Nahrung bieten.

Ungefähr 60 Besucher sind gerade einem der beiden Vorträge gefolgt, aber ich rechne heute mit insgesamt 300 Besuchern, was für uns ein voller Erfolg ist“, erzählt Organisatorin Verena Wagner vom Klimaschutzteam der Stadt Langenfeld. Die Themen der Vorträge waren die Anlage sowie Pflege eines Naturgartens von Barbara Stark und Nahrungspflanzen für Wildbienen von Autorin Anja Eder. Die Idee zum ersten Naturgartentag hatte Wagner im vergangenen Jahr: „Wir haben Samentüten verteilt und gemerkt, wie viel Interesse an den Themen Naturgarten und Insektensterben besteht. Deshalb wollten wir alle Aktionen bündeln und daraus einen Tag machen“, so Wagner. Der Naturgartentag wird im kommenden Jahr erneut stattfinden: „Wir möchten im nächsten Jahr weiterwachsen und mehr Stände anbieten.“

Marianne Radtke vom Natursteinhof Radtke ist Kräuterpädagogin und Imkerin. Sie verkauft an ihrem Stand unter anderem Honig sowie Insektentränken und bietet Kräuterwanderungen an, um Teilnehmern heimische Kräuter näherzubringen: „Ich möchte dazu beitragen die Menschen zu informieren“, sagt sie.

Carola Hoppen vom Naturgarten Bergisches Land berät ebenfalls Besucher zu Naturthemen: „Das Konzept der heutigen Veranstaltung ist außergewöhnlich und scheint gut bei den Leuten hier anzukommen. Grundsätzlich wächst das Bewusstsein der Menschen für die Natur, denn es sind schon 80 Prozent der Insekten gestorben und der Mensch ist auf bestäubende Insekten angewiesen, da sonst einige Gemüsearten wie etwa Möhren gar nicht mehr wachsen können“, erklärt Hoppen.

Laura Klebig und David Hörner haben in ihren Familien von der Veranstaltung gehört und sind deshalb vorbeigekommen: „Wir interessieren uns für insektenfreundliche Pflanzen und haben heute viel über das Thema dazu gelernt. Es ist wirklich sehr gut gemacht, und ich habe auch schon ein paar Informationsflyer eingesammelt“, sagt Laura Klebig. David Hörner ergänzt: „Für unseren Balkon nehmen wir ein paar Pflanzen und Kräutersaatmischungen mit.“

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