Kreis Mettmann: Landrat Thomas Hendele geht in seine vierte Amtszeit

Kreis Mettmann: Landrat Thomas Hendele geht in seine vierte Amtszeit

Der CDU-Politiker vereinigte 54,5 Prozent der Stimmen auf sich. SPD-Herausforderer Manfred Krick scheiterte zum zweiten Mal.

Thomas Hendele lässt sich Zeit. Viel Zeit: Erst um 21 Uhr betritt der Diplom-Volkswirt und Vater zweier erwachsener Kinder die Kantine des Mettmanner Kreishauses. Von den 464 Stimmbezirken in den zehn Städten des Kreises fehlen nur noch eine Hand voll. Das Ergebnis steht fest: Mit 54,5 Prozent wurde Hendele in seinem Amt als Landrat des Kreises Mettmann bestätigt.

Der Hildener geht damit nach seinen Wahlsiegen 1999,2004 und 2009 in die vierte Amtszeit. "Ich habe einen guten Wahlkampf gemacht und bin stolz auf mein Team", sagt Hendele. Er freut sich, dass er nach mehr als 14 Jahren im Amt so deutlich vorn liegt. Sein Motto: Der Kreis soll weiter schuldenfrei bleiben, er will die Städte so gut es geht von der Kreisumlage entlasten. Er habe die Sympathien der Bevölkerung gespürt, so Hendele.

Enttäuscht, aber nicht verbittert ist sein Herausforderer Manfred Krick (SPD). Zum zweiten Mal hat er im Duell gegen Hendele verloren. Mit 30 plus x Prozent hat er gerechnet und die hat er auch bekommen. Auf die Tränendrüsen drücken - dazu hat Krick gar keine Zeit, immerhin sitzt er auch noch die SPD im Landtag. Gemeinsam freut er sich mit der SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese über das gute Abschneiden der SPD bei der Europawahl. "Wir haben zwischen zwei Wahlen so viel zugelegt, wie noch nie", sagt Griese.

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Mit dem Ergebnis irgendwie gerechnet hat auch Martina Köster-Flashar von den Grünen. 17 Prozent hätte sie bei den Landratswahlen gerne gehabt, knapp über 15 sind es geworden "Ich bin zufrieden", sagt Köster-Flashar und hat aber auch die übrigen Monitore im Kreishaus im Blick. Über das Abschneiden der Grünen freut sie sich. "Trotz der Konkurrenz durch die Splitterparteien haben wir unser Ergebnis behaupten können", sagt Köster-Flashar. Etwas verloren haben die Grünen trotzdem, aber das ist nichts im Vergleich zur FDP, die ihr Ergebnis im Kreis mehr als halbiert hat. Verloren haben auch die UWG-ME und die Linken.

Ihr Ergebnis von mehr als 40 Prozent halten kann die CDU. Dafür gibt es sogar Gratulationen aus der Bundespolitik. CDU-Abgeordnete Michaela Noll ist sehr zufrieden mit dem Abschneiden ihrer Partei, sowohl auf Bundes-, Kommunal- und Europaebene. Und natürlich mit Landrat Hendele.

(RP)
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